Kombination: „Blauer“ Kircheisen 3. und 5.

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Deutsche Presse-Agentur

Die Top-Favoriten Magnus Moan und Anssi Koivuranta dominieren weiter die Nordische Kombination. Mit Platz drei und fünf für Björn Kircheisen sowie dem WM-Ticket für Sebastian Haseney gab es Mutmacher für die deutschen Kombinierer bei den Weltcuprennen in Chaux-Neuve.

„Mit den Plätzen drei am Samstag und fünf am Sonntag bin ich sehr zufrieden, auch wenn ich heute beim Laufen wieder blau gegangen bin. Die Kraft stimmt noch nicht ganz, die Spritzigkeit fehlt noch“, sagte Kircheisen nach den zwei Rennen im französischen Jura. Neben dem Johanngeorgenstädter erfüllte von den deutschen Startern knapp drei Wochen vor den Weltmeisterschaften nur noch der Zella-Mehliser Haseney die Erwartungen. Er sicherte sich mit den Plätzen zehn und sieben das WM-Ticket.

Am Samstag stürmte „Überläufer“ Magnus Moan (Norwegen) vom 25. Platz nach dem Springen als Erster ins Ziel vor Koivuranta und Kircheisen, der den Spurt um den dritten Platz clever zu seinen Gunsten entschied. Am Sonntag konnte Koivuranta vier Sekunden seines Vorsprungs nach dem Springen vor dem Sprunglauf-Zweiten Christoph Bieler (Österreich) ins Ziel des zehn Kilometer langen Laufs retten. Moan kämpfte sich mit Laufbestzeit vom 27. Platz noch auf Rang drei nach vorn. Kircheisen lag als drittschnellster Läufer des Feldes 16,9 Sekunden zurück. Haseney schaffte die zweitbeste Zeit in der Loipe. Im Weltcup führt Koivuranta (953 Punkte) weiter vor Moan (861) und Kircheisen (754).

Der viermalige Weltmeister Ronny Ackermann (Dermbach) fand nach langer Krankheitspause am Samstag mit der siebten Laufzeit als Tages- Elfter wieder den Anschluss zur Weltspitze. Nach einer unruhigen Nacht und nur Rang 33 auf der Schanze trat er am Sonntag zum Lauf ebenso nicht an wie die beiden anderen WM-Starter Tino Edelmann (Zella-Mehlis) und Eric Frenzel (Oberwiesenthal).

„Björn ist vor allem am Sonntag ein beherztes Rennen gelaufen“, sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. „Mit dem Laufen bin ich zufrieden. Auf der Schanze noch nicht“, sagte er. „Das erhoffte Selbstvertrauen für die WM konnten wir als Team noch nicht tanken“, ergänzte Co-Trainer Andreas Bauer.

Unter ihren Möglichkeiten blieben die deutschen Kombinierer vor allem auf der altehrwürdigen Normalschanze im französischen Jura. „Das macht uns aber nicht nervös. In der eher einer Buckelpiste gleichenden ausgeschlagenen Anlaufspur sind fast alle in die alten Bewegungsmuster zurückgefallen und haben Absprungfehler gemacht“, bemerkte Sprung-Trainer Bauer. „Wir wissen um das Potenzial der Mannschaft. Jetzt müssen wir halt wieder neu für die WM aufbauen.“

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