Kohlschreiber und Barrois in Indian Wells weiter

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Deutsche Presse-Agentur

Deutsche Dominanz unter kalifornischer Sonne: Mit Philipp Kohlschreiber und Kristina Barrois zog am Samstag ein deutsches Tennis-Duo beim mit 4,5 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Turnier in Indian Wells in die dritte Runde ein.

Während Kohlschreibers 6:7 (5:7), 6:3, 6:3 gegen die Nummer 135 der Weltrangliste, Olivier Patience aus Frankreich, zu erwarten war, verblüffte die 27-jährige Barrois bei ihrem 6:2, 6:2 in nur 65 Minuten gegen Patiences an elf gesetzte Landsfrau Alize Contret. Auch Roger Federer meisterte mit 7:6 (7:4), 6:4 seine Auftakthürde - Gegner des Schweizers war mit Marc Gicquel ein weiterer Franzose.

Kohlschreiber hatte mit seinem Rollentausch vom Underdog zum Favoriten nur anfangs Probleme. Ursprünglich sollte der 25-jährige Augsburger gegen den Weltranglisten-Fünften Nikolai Dawidenko antreten. Der Russe hatte jedoch wegen einer Fußverletzung absagen müssen und so rückte Patience nach. Zunächst war keineswegs zu erkennen, dass der Rechtshänder im ATP-Ranking 99 Plätze hinter Deutschlands Nummer drei geführt wird. Patience gewann den ersten Durchgang im Tiebreak und es dauerte bis Mitte des zweiten Satzes, ehe Kohlschreiber die Partie dominierte und auf 4:1 davonzog.

Im entscheidenden Durchgang nahm er Patience gleich das erste Service ab und hatte nach einem weiteren Break beim Stand von 5:2 bereits die Chance zum Matchgewinn. Kohlschreiber gab jedoch seinen Aufschlag ab. Anschließend gelang ihm aber umgehend ein Re-Break zum Sieg. In der dritten Runde wartet mit dem Weltranglisten-105. Nicolas Lapentti aus Ecuador eine weitere lösbare Aufgabe.

Ihr Soll übererfüllt hat bereits Kristina Barrois. Die Rechtshänderin aus Bous, die in ihrer Karriere noch nie höher als auf dem derzeitigen 83. Platz der Weltrangliste geführt wurde, deklassierte die favorisierte Alize Contret regelrecht. Besonders mit dem Aufschlag war die Qualifikantin ihrer Gegnerin klar überlegen. Ihre nächste Kontrahentin ist Agnes Szavay aus Ungarn.

In Petra Cetkovska sorgte eine weitere Qualifikantin für eine Sensation. Die Tschechin besiegte die Weltranglisten-Vierte und Finalistin von 2006, Jelena Dementiewa aus Russland, mit 7:6 (7:2), 2:6, 6:1. „Ich hätte wohl eher nicht herkommen und mich stattdessen lieber ausruhen sollen, nachdem ich zu Jahresbeginn bereits jede Menge Matches gespielt habe“, meinte Dementiewa. Bei einem der schwächsten Auftritte ihrer Karriere unterliefen ihr 14 Doppelfehler. Zudem gab sie achtmal ihr Service ab.

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