Kober auf Weltcup-Zielgeraden nicht zu stoppen

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Deutsche Presse-Agentur

Der Jubel über den dritten Saisonsieg war bei Snowboarderin Amelie Kober noch nicht ganz verstummt, da freute sich die Olympia-Zweite schon auf die Heimreise.

„Endlich geht's nach Hause und ich freue mich schon sehr auf meine Familie und was richtig Leckeres zum Essen“, sagte die 21-Jährige nach ihrem Erfolg im Parallel-Riesenslalom im amerikanischen Sunday River. Nach ihrem zweiten Sieg in Folge kann Kober zum Abschluss der Nordamerika-Tour bereits drei Wochen vor dem Saisonende ihre erfolgreichste Weltcup-Saison verbuchen und sich über die WM-Enttäuschungen mit den Plätzen 31 und 10 hinwegtrösten. Ein Jahr vor dem Olympischen Winterspielen darf die Miesbacherin zudem optimistisch Richtung Vancouver blicken.

Mit „Yiipii yippi yeah“ war der hauchdünne Sieg Kobers vor Tomoka Takeuchi aus Japan und der Kanadierin Alexa Loo auf der Homepage der deutschen Vize-Weltmeisterin von 2007 betitelt. Nach drei Siegen und einem zweiten Platz in den letzten vier Rennen verkürzte Kober als Dritte im Weltcup-Klassement der Parallel-Wertung mit 4232 Punkten den Rückstand auf die vor ihr liegenden Doris Günther (Österreich/5250) und Takeuchi (4250). „Im Weltcup ganz vorne abzuschneiden ist sehr schwer, da wäre eine Top-3-Platzierung am Ende schon toll“, gab sich Kober mit Blick auf die Kristallkugel gewohnt zurückhaltend. Am 15. März in La Molina/Spanien und am 22. März in Valmalenco/Italien steht noch je ein Riesenslalom auf dem Programm.

Als Neunte und Zehnte des Finales schnitten auch Isabella Laböck (Klingenthal) und Selina Jörg (Sonthofen) gut ab. Bei den Herren kam WM-Medaillengewinner Patrick Bussler (Aschheim) beim Sieg von Benjamin Karl als bester Deutscher nur auf den 22. Platz. Der Österreicher hatte wie auch Kober schon vor einer Woche in Stoneham/Kanada gewonnen - sein dritter Sieg im vierten Weltcup- Rennen der Saison.

Kober profitierte auf dem „Monday Morning“-Hang in Sunday River von einem Sturz der japanischen Final-Gegnerin. Aber auch die Miesbacherin hatte im Halbfinale im Schnee gelegen. „Deshalb musste ich mal wieder einen Zeitrückstand von 1,5 Sekunden nach einem Sturz im ersten Lauf gegen die Kanadierin Alexa Loo aufholen. Ohne diesen Nervenkitzel kann ich wohl nicht gewinnen“, scherzte die fünfmalige Weltcup-Gewinnerin vor dem Rückflug nach Bayern.

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