Klinsmann: Reibereien „nicht überbewerten“

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Deutsche Presse-Agentur

Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann verfolgt mit Spannung den von seinem Nachfolger Joachim Löw für die WM 2010 in Südafrika eingeleiteten personellen Umbau der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

„Diese Entwicklung wird das Team bis zur Weltmeisterschaft begleiten, und ich bin ­ ehrlich gesagt ­ gespannt, wie viele Spieler aus dem EM-Finale beim ersten Spiel in Südafrika noch in der Anfangsformation stehen werden“, sagte der Trainer des FC Bayern München im „DFB-Gespräch der Woche“.

Die übliche „Neu-Definierung“ der DFB-Auswahl zwischen zwei Turnieren sei „immer wieder spannend“, betonte Klinsmann. „Junge Spieler drängen nach, die erfahrenen wollen ihren Platz verteidigen, da sind gelegentliche Reibereien, wie zuletzt mit Torsten Frings oder Michael Ballack, eigentlich ganz normal und sollten nicht überbewertet werden.“

Löw hat die EM-Elf in den vergangenen Monaten bereits auf einigen Position verändert. Nach dem Rücktritt von Torhüter Jens Lehmann wird eine neue Nummer 1 gesucht. In der Abwehr ist Christoph Metzelder (Real Madrid) vorerst ausgemustert worden. Dazu hat Routinier Frings (Werder Bremen) seinen Stammplatz im Mittelfeld verloren. Der im EM-Endspiel gegen Spanien (0:1) noch eingewechselte Schalker Kevin Kuranyi wurde von Löw sogar aus der Nationalmannschaft verbannt.

Klinsmann sieht die aktuelle Entwicklung der Nationalelf, die er selbst vom Sommer 2004 bis zum Ende der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland betreut hatte, positiv: „Jogi Löw macht eine sehr gute Arbeit, hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Talente integrieren können ­ und das Team steht in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft gut da.“ Die Nationalmannschaft sei „nach wie vor das Aushängeschild des deutschen Fußballs“, betonte der Bayern-Coach.

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