Kittel: „Gefühl, dass mein Kopf explodieren würde“

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Marcel Kittel
Verdingt sich mittlerweile unter anderem als TV-Kommentator: Ex-Radprofi Marcel Kittel. (Foto: Patrick Reichardt/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Rund zwei Monate nach seinem Rücktritt hat sich Ex-Radprofi Marcel Kittel erneut über seine Beweggründe zur Abkehr vom Profisport geäußert.

„Radfahren ist ein schöner Sport, aber Profisport ist eine andere Geschichte. Man muss mental sehr stark sein, um so viel Druck aushalten zu können“, sagte der 31 Jahre alte Arnstädter in einem Interview mit der spanischen Zeitung „Marca“ am Rande des Saitama-Criterium in Japan.

„Du bist die ganze Zeit müde, hast Schmerzen - das ist ein sehr hoher Preis. Ich hatte das Gefühl, dass mein Kopf explodieren würde“, ergänzte der deutsche Tour-de-France-Etappensieger (14 Erfolge). Kittel hatte Ende August sein Rücktritt als aktiver Radprofi verkündet und seinen Vertrag mit seinem damaligen Katusha-Alpecin-Rennstall im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst. Lediglich drei Siege hatte Kittel für das Team zuvor einfahren können und wurde deswegen teils heftig von der Teamleitung kritisiert.

Kittel, der demnächst mit seiner niederländischen Lebensgefährtin das erste Kind erwartet und sich einem Studium der Wirtschaftswissenschaften widmen will, überlegt in Zukunft „einige Unternehmen zu gründen“. Auch den Medienbereich hat der Wahl-Schweizer für sich entdeckt und kommentierte im Sommer für die „ARD“ bei der Tour de France und bei der Deutschland Tour.

Kittel-Interview bei Marca

Fahrerprofil Marcel Kittel bei cyclingnews.com

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