Kiriasis bei Halbzeit WM-Sechste

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Deutsche Presse-Agentur

Seriensiegerin Sandra Kiriasis hat bereits am ersten Tag ihre Chance auf den vierten WM-Titel in Serie verspielt. Zur Halbzeit der Bob-Weltmeisterschaft in Lake Placid lag die siebenfache Weltcup-Gesamtsiegerin abgeschlagen auf Rang sechs.

Auf der gefährlichsten Eispiste der Welt am Mount van Hoevenberg hatte die Titelverteidigerin aus Winterberg zusammen mit Berit Wiacker in 5,89 Sekunden die schlechteste Anschubzeit der Top-Ten-Starter und in beiden Läufen grobe Fahrfehler. Nach zwei Läufen betrug der Rückstand 38/100 Sekunden auf die führende Shauna Rohbock (USA). Cathleen Martini/Janine Tischer aus Oberbärenburg sind mit nur 15/100 Sekunden Rückstand Dritte und wahrten ihre Chance auf den ersten WM-Titel ihrer Karriere. Das Oberhofer Duo Claudia Schramm/Nicole Herschmann liegt abgeschlagen auf Rang neun.

„Sandra hatte sicherlich den Nachteil als erste Starterin, dass die Spur noch etwas geklebt hatte und nicht richtig für breite Kufen ausgefahren war“, sagte Frauen-Bundestrainer Wolfgang Hoppe nach dem ersten Durchgang. „Ich hatte zweimal an der gleichen Stelle einen Fahrfehler. Nun muss ich morgen voll auf Angriff fahren“, sagte Kiriasis, die ihre Weltmeister-Anschieberin Romy Logsch nach Streitigkeiten nach Hause geschickt hatte. Martini hat sich für die zweite Halbzeit ebenfalls eine Menge vorgenommen: „Weiter solide fahren, nochmal am Start verbessern und dann will ich noch mal einen richtigen Kracher-Lauf raushauen“, sagte die Sächsin.

André Lange, der am Samstag ins Wettkampfgeschehen eingreift, gab sich mal wieder als „Schweiger“. Der Topfavorit spricht zwar über Land und Leute, aber nicht über die Bob-Titelkämpfe. Selbst die extra vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) nach Lake Placid gereiste Pressesprecherin wartete am Freitag vergeblich auf ein Interview des Doppel-Olympiasiegers, der sich vor seinem Start bereits im „Tunnel“ befindet.

Dennoch sieht es bei den Männern nach den Trainingsergebnissen gut aus. Thomas Florschütz und Marc Kühne aus Riesa, die in diesem Winter drei Weltcup-Siege holten, fuhren Bestzeit. „Der Traum vom WM-Titel ist nicht nur vorhanden, er ist auch realistisch, dafür geben wir alles“, sagte Florschütz. Aber auch Lange, der endlich wieder mit seinem Stammanschieber Kevin Kuske vereint ist, mischte vorne mit. Doch auch Pierre Lueders (Kanada), Beat Hefti (Schweiz) und Lokalmatador Steven Holcomb waren vorne dabei.

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