Kircheisen trotz schwerer Beine Dritter

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Deutsche Presse-Agentur

Mit schweren Beinen konnte Björn Kircheisen „Überläufer“ Magnus Moan nicht Paroli bieten, erkämpfte beim Weltcup der nordischen Kombinierer im französischen Chaux-Neuve aber den dritten Platz.

Moan stürmte vom 25. Platz nach dem Springen im 10-Kilometer-Langlauf unaufhaltsam an die Spitze und verwies bei seinem fünften Saisonsieg den finnischen Weltcup-Spitzenreiter und Sprunglauf-Seriensieger Anssi Koivuranta um 9,2 Sekunden auf den zweiten Platz. Der Johanngeorgenstädter Kircheisen, der auf der Strecke „ziemlich müde“ war, lag 32,9 Sekunden zurück. Er entschied mit kraftvollen Schlittschuhschritten den Zielspurt um Platz drei klar zu seinen Gunsten.

Im Gesamtweltcup führt weiter Koivuranta mit 853 Punkten vor Moan (801). Kircheisen (709) verbesserte sich auf den dritten Platz. Ein noch besseres Ergebnis hatte der Sachse bereits auf der schwierig zu springenden Normalschanze mit sechs Metern und 1:04 Minuten Rückstand auf Koivuranta liegen lassen. „Mir hat heute etwas die Kraft gefehlt. Mit dem dritten Platz bin ich nach der zweiwöchigen Wettkampfpause aber zufrieden. Am Sonntag greife ich wieder an“, gab er sich vor der zweiten Konkurrenz im französischen Jura optimistisch.

Solide Ergebnisse lieferten auch Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) mit der zweitbesten Laufzeit als Tageszehnter, Weltmeister Ronny Ackermann (Dermbach) nach langer Krankheitspause als Elfter und Eric Frenzel (Oberwiesenthal) auf Rang 15 ab. „Sebastian hat sich damit endgültig das fünfte Ticket neben 'Kirche', 'Acker', Eric und Tino Edelmann für die WM in knapp drei Wochen in Liberec gesichert“, sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Er hofft, dass über die noch fünf ausstehenden Weltcups bis zu den Welttitelkämpfen die Formkurve seiner Männer weiter ansteigt. „Wenn ich die positiven Tendenzen betrachte, bin ich schon zufrieden“, meinte er. „Vielleicht haben wir in der vergangenen Woche in Hinterzarten etwas zu viel trainiert. Da wirkten alle frischer“, ergänzte der Bundestrainer.

Optimistisch stimmte ihn vor allem der Lauf von Ronny Ackermann. „Er hat den Virus jetzt wohl endgültig überwunden“, bemerkte Weinbuch. „Der Lauf mit der siebtbesten Zeit ging in die richtige Richtung. Auf der Schanze konnte ich heute nicht das zeigen, was ich kann. Wenn ich morgen besser springe und bis dahin gut regeneriere, will ich angreifen“, erklärte Ackermann. Olympiasieger Georg Hettich (Schonach-Rohrhardsberg) gab weit zurückliegend nach einem Sturz beim Lauf auf.

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