Kircheisen 4. in Klingenthal - Koivuranta vorn

Lesedauer: 3 Min
Deutsche Presse-Agentur

Das Podest verfehlt, den Optimismus aber bewahrt: Björn Kircheisen hat beim Weltcup der nordischen Kombinierer seine Mitfavoriten-Rolle für die Weltmeisterschaften im tschechischen Liberec unterstrichen.

Der Johanngeorgenstädter kam bei seinem Heim-Weltcup in Klingenthal auf Platz vier, verpasste den Podestplatz nur um 0,5 Sekunden. Ein eher durchwachsener Sprung verhinderte eine bessere Platzierung. Den Sieg holte sich zum sechsten Mal in dieser Saison Weltcup-Spitzenreiter Anssi Koivuranta (Finnland), der die Grundlage dafür mit einem Traumflug auf 142 Meter gelegt hatte und von den Verfolgern auf den 10 Kilometern nicht mehr eingeholt werden konnte.

„Ich bin zufrieden, es hat ja nicht viel zum Podestplatz gefehlt“, sagte Kircheisen, der als 24. mit über zwei Minuten Rückstand in die Loipe gegangen war. Heftiger Wind hatte den regulären Wettkampf-Sprung verhindert, so dass der provisorische vom Vortag in die Wertung ging. „Da hat uns allen die Umstellung von der kleinen Schanze in Seefeld auf die große hier zu schaffen gemacht. Nach nur einem Probesprung kamen wir mit dem Absprung noch nicht zurecht. Wir sind durchweg zu früh abgesprungen“, analysierte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Kircheisen als sein derzeit bester Schützling - Weltmeister Ronny Ackermann (Dermbach) pausiert wegen gesundheitlicher Probleme vor der WM noch einmal - hatte vor seinem Heim-Publikum etwas Druck verspürt. „Es ist anstrengender, zu Hause anzutreten. Die Leute erwarten einfach mehr“, bekannte „Kirche“. Anders als zuletzt lief er langsamer an, doch die große Gruppe vor ihm hatte er trotzdem bald im Blick und war schließlich dran. Dann versuchte er sie zu sprengen. „Ich mag es lieber übersichtlicher, deshalb haben wir das Tempo hoch gehalten“, erzählte der Sachse, der dann die 8000 Besucher zum Jubeln brachte. Eingangs der Zielgeraden lag er auf Platz drei. „Leider bin ich etwas zu spitz in die letzte Kurve gelaufen und konnte den Geschwindigkeits-Überschuss nicht mitnehmen. Deshalb ist Jan Schmid aus Norwegen im Spurt schneller gewesen“, sagte Kircheisen.

Weinbuch freute sich nicht nur über den Lokalmatadoren, sondern auch über Eric Frenzel (Oberwiesenthal) und Tino Edelmann (Zella- Mehlis), die die Plätze acht und zehn belegten. „Jetzt müssen wir bis zur WM beim Springen noch fünf Meter zulegen, dann kann man optimistisch sein“, meinte Weinbuch.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen