Kassel wird für Towerstars zum Prüfstein

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 Goalie Michael Boehm feierte ein erfolgreiches Debüt im Tor der Ravensburg Towerstars.
Goalie Michael Boehm feierte ein erfolgreiches Debüt im Tor der Ravensburg Towerstars. (Foto: Felix Kästle)
Sportredakteur

Der Saisonstart ist den Ravensburg Towerstars absolut gelungen. Überbewerten will Trainer Jiri Ehrenberger die fünf Siege aus fünf Spielen in der Deutschen Eishockey-Liga 2 aber nicht. Nach Partien gegen Mannschaften, die allesamt in der unteren Hälfte der Tabelle stehen, kommt es am Mittwoch wohl zum ersten richtigen Gradmesser für die Ravensburger.

Keine Frage: Fünf Siege aus fünf Spielen sind stark. Die Ravensburger stehen nach guten Auftritten derzeit völlig verdient auf Platz zwei. Doch der EHC Freiburg (Neunter), die Eispiraten Crimmitschau (Zehnter), die Dresdner Eislöwen (Zwölfter), der Deggendorfer SC (13.) und die Bayreuth Tigers (14.) stehen alle in der unteren Tabellenhälfte. „Ravensburg ist sehr stark in dieser Saison“, meinte Bayreuths Trainer Petri Kujala. Am Mittwoch um 17 Uhr geht es für die Towerstars zum Tabellenvierten Kassel Huskies. Dann wird sich zeigen, wie gut die Ravensburger wirklich sind.

Dass es auch für Trainer Jiri Ehrenberger durchaus Unterschiede in Sachen Gegner gibt, zeigte die Aufstellung am Sonntag gegen Bayreuth. Statt Jonas Langmann stand Michael Boehm im Tor der Ravensburger. „Wir spielen am Mittwoch, Freitag und Sonntag, haben fünf Spiele in zwölf Tagen“, sagte Ehrenberger. „Jonas Langmann sollte ein bisschen durchschnaufen.“ Boehm machte seine Sache gut. „Er ist vor und nach dem Training sowie bei jeder Trainingseinheit vorbildlich“, lobte Ehrenberger seinen Back-up-Goalie. „Er bringt immer seine Leistung.“ Am Mittwoch wird aber wieder die Nummer 1 Langmann im Tor stehen.

Die Huskies werden wie die Towerstars mit Schwung ins Nachholspiel am Mittwoch gehen können. Am Sonntag schossen die Hessen den Meister Bietigheim Steelers in deren Halle mit 8:3 vom Eis und demütigten damit ihren ehemaligen Co-Trainer und jetzigen Steelers-Trainer Hugo Boisvert. Drei Treffer erzielten die Huskies in Überzahl.

Einen Gegentreffer bei eigener Unterzahl mussten die Towerstars bis dato noch nicht kassieren. 27-mal waren die Ravensburger in dieser Saison laut DEL2-Statistik in Unterzahl. Gegentreffer: null. „Wir spielen in Unterzahl sehr aggressiv“, meinte Ehrenberger zum Erfolgsrezept. „Dazu ist natürlich auch immer der Torwart gefordert.“ So früh in der Saison will Ravensburgs Trainer das Ganze aber nicht überbewerten. „Wir haben fünf Spiele absolviert – nicht mehr und nicht weniger.“ Es bleibt dennoch eine starke Statistik.

Ob die Becherspende in der Eissporthalle in ihrer jetzigen Form bleibt, ist dagegen fraglich. Zum ersten Mal lief die gesamte Gastronomie in der Eissporthalle am Sonntag über den neuen Pächter, die Föhr Eventgastronomie. Der neue Pächter hat auch ein neues Bierzapfsystem mit in die Eissporthalle gebracht. Dabei wird das Bier mit einem speziellen Magnetsystem von unten in die Becher gefühlt. So schön, so gut. Doch bei der traditionellen Becherspende nach der Partie zeigten sich die Nachteile des neuen Systems. Beim Wurf von den Tribünen aufs Eis flogen die Magnete aus den Bechern. In der vergangenen Saison bekamen die Towerstars Probleme von der Ligaleitung, weil die Becher schon aufs Eis flogen, als die Gastmannschaften und die Schiedsrichter noch auf dem Eis waren. Erst nach reiflichen Überlegungen haben es die Towerstars in dieser Saison auf ein Neues versucht. Und nun das ...

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