Jones mahnt Bundesligisten zu mehr Eigeninitiative

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Deutsche Presse-Agentur

Steffi Jones hat als Cheforganisatorin der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland die Bundesligisten zu mehr Initiative aufgefordert.

„Wir vom OK wollen helfen, die Bundesliga zu pushen. Doch wir können immer nur kurzfristige Impulse geben“, sagte die 36 Jahre alte Ex-Nationalspielerin und Präsidentin des WM-Organisationskomitees in einem Interview auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). „Die entscheidenden langfristigen Beiträge müssen die Bundesligisten selbst leisten, in den Schulen und in den Landesverbänden. Und sie sollten, um Aufmerksamkeit zu erzielen, Stars und Persönlichkeiten präsentieren können.“

Joseph Blatter, der Präsident des Weltfußball-Verbandes (FIFA), habe Recht mit der Feststellung, dass dem Frauenfußball insgesamt noch die Starkultur fehle. Nur 463 Zuschauer waren am letzten Bundesliga-Vorrundenspieltag zum Spitzenspiel zwischen Tabellenführer Bayern München und Verfolger Turbine Potsdam gekommen. „Diese Zahl verweist auf die absolute Notwendigkeit, dass die Frauen-Bundesliga schon jetzt die Strukturen schaffen muss, um den Schwung der WM zu langfristigem Nutzen und Profit ausbauen zu können“, meinte Jones.

„Ich ermahne die Bundesliga-Vereine immer wieder zu Eigeninitiative, um auf sich und ihr im Grunde ja sehr gutes Produkt beim Publikum und bei den Medien und damit auch bei den Sponsoren aufmerksam zu machen“, sagte die Weltmeisterin von 2003 und 111-malige Nationalspielerin weiter. Jones forderte als nächsten Schritt das Halbprofitum in der Bundesliga.

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