Jochen Behle: „An die Medaille habe ich geglaubt“

Lesedauer: 3 Min
Deutsche Presse-Agentur

Mit der Silbermedaille im Team-Sprint haben die deutschen Langläufer bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Liberec erstmals überzeugt. Fragen an den Bundestrainer Jochen Behle:

Wie glücklich sind Sie nach Silber für Tobias Angerer und Axel Teichmann im Team-Sprint?

„Ich freue mich vor allem für die Sportler. Sie sind gut drauf, das war uns immer klar. Heute konnten sie es auch umsetzen, weil nicht nur ihre Leistungen, sondern auch das Material stimmte.“

Haben Sie im bisher nicht so erfolgreichen WM-Verlauf auch einmal gezweifelt?

„Ich habe immer gesagt, dass wir es noch zeigen. Insofern hatte ich keine Sorgen. Ich weiß, dass wir sehr gut vorbereitet hierhergekommen sind, dass wir gut trainiert haben. Aber es gehört eben auch ein wenig Glück dazu.“

Haben Sie an die Medaille im Team-Sprint geglaubt?

„Die Bedingungen heute waren für die Techniker erneut sehr schwierig. So hat beispielsweise Axel Teichmann vor der letzten Runde noch den Ski gewechselt, weil der andere nicht mehr so gut lief. Bei den Frauen war das auch so. An die Medaille habe ich geglaubt, als Axel beim Anstieg mithalten konnte. Da war ich mir sicher, denn ich kenne ja seine Endkampfqualitäten.“

Welche Auswirkungen kann die Medaille auf das Team haben?

„Die wichtigste Erkenntnis war, dass die Mannschaft nicht verunsichert ist, weiterhin ihre Leistungen abrufen kann. Mit dem Ergebnis im Rücken ist jetzt auch bei der Staffel am Freitag einiges möglich.“

Aufgezeichnet von Gerald Fritsche, dpa

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen