IOC nominiert 29 Athleten für Olympia-Flüchtlingsteam

Flüchtlingsteam
Zum ersten Mal war 2016 ein Flüchtlingsteam in Rio de Janeiro an den Start gegangen. (Foto: Michael Kappeler / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Sieben jetzt in Deutschland lebende Flüchtlinge sind vom IOC für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert worden. Insgesamt berief das Internationale Olympische Komitee 29 Athletinnen und Athleten ins Flüchtlingsteam für die Sommerspiele in Japan.

Die Schwimmer Alaa Maso und Yusra Mardini, Boxer Wessam Salamana, Judoka Ahmad Alikaj sowie Karateka Wael Shueb aus Syrien und die aus dem Iran stammenden Saeid Fazloula (Kanu) und Kimia Alizadeh (Taekwondo) schafften es mit deutscher Unterstützung in die Mannschaft.

Bei der Eröffnungsfeier an zweiter Stelle

„Ihr seid ein zentraler Teil der olympischen Gemeinschaft, wir begrüßen euch mit offenen Armen“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach bei der Vorstellung der Sportlerinnen und Sportler. Ausgewählt wurden sie sowohl wegen ihrer sportlichen Leistungen wie auch im Hinblick auf eine gleichmäßige Verteilung von Frauen und Männern, über die Sportarten hinweg und bei den Herkunftsländern.

55 Athleten aus 13 Ländern hatten die Chance erhalten, sich in zwölf Sportarten für das olympische Flüchtlingsteam zu qualifizieren. Neben Deutschland hatten 20 weitere Länder geflüchteten Sportlern Aufnahme und Trainingsmöglichkeiten für ihren Tokio-Traum gewährt. Bei der Eröffnungsfeier der Sommerspiele am 23. Juli wird das Flüchtlingsteam an zweiter Stelle hinter Griechenland unter der olympischen Flagge ins Olympiastadion einlaufen. Chef de Mission der Mannschaft ist die frühere Marathon-Weltrekordlerin Tegla Loroupe aus Kenia.

Zum ersten Mal war ein Flüchtlingsteam 2016 in Rio de Janeiro an den Start gegangen. Damals nahmen zehn Sportler aus Äthiopien, Syrien, dem Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo teil. Im Oktober 2018 hatte das IOC entschieden, das vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR unterstützte Programm auch für die Tokio-Spiele fortzusetzen.

© dpa-infocom, dpa:210608-99-907609/2

Athleten und Trainer im Flüchtlingsteam

Flüchtlingsteam für Olympia in Tokio

Infos des IOC zum Flüchtlingsteam

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

FOTOMONTAGE, Mutierter Coronavirus, Symbolfoto Delta-Variante B.1.617.2 *** PHOTOMONTAGE, Mutated coronavirus, symbol p

Mu­tan­te bereitet Sorge: Wie ge­fähr­lich ist die Delta-Variante?

Der Anteil der Delta-Variante am Infektionsgeschehen steigt. Bei Ärzten läuten die Alarmglocken. Es sei keine Frage, ob Delta die vorherrschende Corona-Variante in Deutschland werde, sondern wann. Fakt ist, die Mutante mit Ursprung in Indien ist weitaus problematischer als die Alpha-Variante. 

Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was bedeutet eigentlich Alpha-Variante und Delta-Variante? Bei der Vermehrung der Viren entstehen ständig neue Mutationen.

Vor allem junge Leute und Kinder werden sich freuen: Der Freibadbesuch (hier das Ravensburger Flappachbad) ist ab Samstag im Kre

Kreis Ra­vens­burg lo­ckert: Diese Corona-Regeln fallen weg

Der nächste Schritt ist geschafft: Der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Landkreis Ravensburg lag am Freitagmorgen laut dem Landratsamt und dem Robert-Koch-Institut nur noch bei 13,3 und damit den fünften Tag in Folge unter der Marke von 35. Damit gelten schon ab Samstag im Kreis weitere Lockerungen der Corona-Verordnung. An vielen Stellen entfällt die Testpflicht.

Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung schreibt, braucht ab Samstag niemand mehr in den Außenbereichen der Gastronomie einen negativen Corona-Test.

Bei Bauarbeiten bei der Firma Vetter im Gewerbegebiet wurde ein Objekt entdeckt, das ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg s

Evakuierung wegen möglicher Fliegerbombe in Ravensburg nicht ausgeschlossen

Liegt auf dem Gelände der Ravensburger Firma Vetter im Gewerbegebiet Erlen eine bisher unentdeckte Fliegerbombe? Genaues weiß man nicht. Am Samstag soll das Gebiet daher genau untersucht werden. Eventuell sind Evakuierungen nötig.

Im Gewerbegebiet Erlen in Bavendorf, unweit der Firma Vetter, ist bei Bauarbeiten am Mittwoch ein möglicher Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Daher wird das Gelände am Samstag, 19. Juni, von einer Spezialfirma genau untersucht.

Mehr Themen