Internationale Pressestimmen zum Rücktritt Grindels

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Der Rücktritt von Reinhard Grindel als Präsident des DFB findet international Beachtung. (Foto: Federico Gambarini/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Am 2. April ist der Chef des Deutschen Fußballbundes Reinhard Grindel zurückgetreten.

Die internationale Presse kommentiert:

ITALIEN: „La Repubblica“: „Eine Luxus-Uhr kostet (DFB-)Präsident Grindel seinen Posten. (...) Die Vorwürfe in der Presse über angeblich nicht deklarierte Einnahmen und erhaltene Geschenke waren der klassische Tropfen, der das Fass in einer für die Nummer Eins des Fußballs in Deutschland sehr schwierigen Zeit zum Überlaufen brachte.“

La Gazzetta dello Sport“: „Der Druck war unhaltbar geworden, die Entscheidung beinahe zwingend.“

SPANIEN: „El Mundo“: „Eine 6000 Euro teure Uhr zwingt den Präsidenten des Deutschen Fußballbundes zum Rücktritt.“

SCHWEIZ: „Neue Zürcher Zeitung“: Wer soll es jetzt nur tun? Diese Frage drängt sich auf nach dem Rücktritt des DFB-Präsidenten Reinhard Grindel. Wer soll den grössten Sportfachverband der Welt in Zukunft leiten, an wen soll das nun interimistisch agierende Duo Reinhard Rauball und Rainer Koch übergeben, wenn im Herbst gewählt wird? Ja, generell gilt es zu fragen: Wer will das Amt dann überhaupt noch? (...) ein Verband der Skandale, ja man kann ohne weiteres behaupten, dass er sich seit gut anderthalb Jahrzehnten von Krise zu Krise hangelt. Man muss bloss zurückdenken an die Affäre um den Referee Robert Hoyzer, der Matches manipulierte; an den Skandal um die Vergabe der Fussball-WM 2006; an die vielen Fehden, die Theo Zwanziger mit Gegnern und Kritikern austrug.

ÖSTERREICH: „Der Standard“: „Ende mit Schrecken für deutschen Fußballchef Grindel.“

USA: „New York Times“: „Grindels Amtszeit als Präsident war die kürzeste seit 114 Jahren des Fußballbundes.“

„The Washington Post“: „Vieles ist seit der problematischen Vorrunde bei der peinlichen WM-Titelverteidigung Deutschlands im vergangenen Juni schief gegangen. Grindel gab Fehler zu, und wurde beschuldigt rassistisch zu sein (...). Vergangene Woche stieg der Druck zusätzlich wegen nicht deklarierter Einkünfte in Höhe von 78 000 Euro durch eine Medientochter.“

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