Immer mehr Fußball-Fans weiblich

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Deutsche Presse-Agentur

Die Frauen erobern immer mehr den Fußball - nicht nur auf dem Rasen, sondern vor allem in den Stadien und vor der Fernsehschirmen.

38 Prozent der Fans weltweit sind weiblich, wie die Untersuchung „Women's World of Football“ der Sponsoring-Beratung „Sport + Markt“ in Köln unter mehr als 20 000 Befragten in 21 Ländern ergeben hat. „Die Zeiten sind vorbei, in denen Männer den Fußball ausgemacht haben“, sagte „Sport + Markt“-Vorstand Hartmut Zastrow der Deutschen Presse-Agentur dpa. 46 Prozent der Frauen in Deutschland sind demnach „interessiert“ oder „sehr interessiert“ am Volkssport Nummer 1.

Mit ihren Nationalmannschaften fiebern auf allen Erdteilen sogar genau so viele Frauen wie Männer, das gilt auch bei der Begeisterung für die Weltmeisterschaften. Die Frauen-WM, die 2011 erstmals in Deutschland stattfindet, verfügt ebenfalls über einen sehr hohen weiblichen Fan-Anteil - gerade in „Wachstumsmärkten“ wie Brasilien (28 Millionen), China (77 Millionen) und Mexiko (11 Millionen).

Außerhalb Deutschlands sind über ein Drittel der Interessierten der Bundesliga weiblich: Das entspricht nach den Angaben der Studie mehr als 40 Millionen Menschen in den untersuchten 20 Ländern (unter anderem USA, China, Argentinien, Indien und Japan). Die USA sind das einzige Land, wo das Interesse der Männer (22 Millionen) und Frauen (21 Millionen) am runden Leder nahezu identisch ist. Dort ist der männliche Profifußball jedoch längst nicht so populär wie in Europa.

Die weiblichen Fußball-Fans, vor allem jene unter 30 Jahren, seien überdurchschnittlich konsumfreudig - was von den Unternehmen und Vereinen bei ihrer Vermarktung noch zu wenig genutzt werde. „Neue Branchen werden mehr und mehr in den Fußball investieren“, sagte Zastrow. „Wir prognostizieren ein zunehmendes Interesse von Modemarken, Schmuckherstellern, aber auch Gartenprodukten an Fußball- Kommunikation. Weibliche Fußball-Fans interessieren sich weltweit sehr stark für Mode und Kleidung, stärker als Frauen insgesamt und stärker als die männlichen Anhänger.“

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