Im Rennen stimmt die Geschwindigkeit

Lesedauer: 4 Min
 So richtig zufrieden war Tim Zimmermann mit den beiden Rennen und der Platzierung im tschechischen Most nicht.
So richtig zufrieden war Tim Zimmermann mit den beiden Rennen und der Platzierung im tschechischen Most nicht. (Foto: Gruppe C GmbH)
Schwäbische Zeitung

Mit weniger Punkten als erwartet ist Tim Zimmermann am vergangenen Wochenende aus dem tschechischen Most zurückgekehrt. Beim zweiten Rennwochenende des Porsche-Carrera-Cups Deutschland zeigte der Langenargener zwar in beiden Rennen eine starke Leistung, das Qualifying lief allerdings nicht ganz nach den Vorstellungen des 22-Jährigen.

Im freien Training am Freitag zeigte Tim Zimmermann, wozu er mit seinem Black-Falcon-Porsche in der Lage ist. Nach 60 Minuten lag der Langenargener auf Platz zwei und machte sich berechtigte Hoffnung, auch im Qualifying am Samstagmorgen eine größere Rolle zu spielen als noch zum Auftakt in Hockenheim. Doch auch im tschechischen Most lief das Zeittraining nicht ganz nach den Vorstellungen des 22-Jährigen. „Wir haben unsere beiden neuen Reifensätze einfach zu früh im Qualifying verbraucht“, sagte Zimmermann, der nach einer Unterbrechung wegen eines Unfalls dann nichts mehr zuzusetzen hatte. „Am Ende wurde die Strecke noch einmal schneller und ich konnte davon nicht profitieren.“ Ähnliches erlebte auch der Bad Waldseer Sandro Kaibach.

Das Resultat für Zimmermann waren die Startplätze zwölf und 14. Im ersten Rennen wurde er wegen einer Strafe aus Hockenheim sogar noch fünf Ränge nach hinten versetzt. „Dementsprechend froh war ich, dass es noch so weit nach vorn gegangen ist“, sagte Zimmermann, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet. Dank eines guten Starts und einer umsichtigen Fahrweise kam Zimmermann als Zehnter ins Ziel. „Mehr war aus dem Mittelfeld einfach nicht möglich“, meinte er. Die Rundenzeiten passten aber. „Ich war nur ein Zehntel langsamer als der spätere Sieger Larry ten Voorde. Auch wenn das Ergebnis nicht wunschgemäß war – der Speed im Rennen war wirklich gut.“

„Endlich zeigen, was ich kann“

Auch deshalb wollte Zimmermann im zweiten Lauf am Sonntag weiter nach vorn. Nach einem ordentlichen Start schien dieses Vorhaben auch zu klappen. Allerdings bremste eine Karambolage im Hinterfeld Zimmermann wiederum aus. Das Rennen wurde abgebrochen und mit nur noch zwölf Minuten Restlaufzeit hinter dem Safetycar neu gestartet. „Mit weniger als der Hälfte an Renndistanz war es wirklich schwierig“, sagte er. „Mit Platz elf muss ich schließlich zufrieden sein.“ Zimmermann sammelte dadurch ein paar Punkte, auch wenn diese – aufgrund der Kürze des Rennens – später halbiert wurden. Michael Ammermüller holte sich in diesem Sprintlauf den Sieg.

Zimmermann reiste mit gemischten Gefühlen aus Tschechien zurück an den Bodensee. Einerseits hatte er erneut seine Geschwindigkeit im Rennen bewiesen, andererseits hatte das Qualifying wieder ein besseres Ergebnis verhindert. „Auch wenn ich mir den Saisonstart anders vorgestellt hatte, bin ich weiter zuversichtlich“, meinte Zimmermann. „Die Saison ist noch lang und ich habe viele Chancen, endlich zeigen zu können, wozu ich in der Lage bin.“ Die nächste Möglichkeit dazu hat er in drei Wochen in Spielberg.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen