HSV souverän im Achtelfinale

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Deutsche Presse-Agentur

Nach dem 100. Sieg im internationalen Fußball-Geschäft kann sich der HSV wieder voll auf die Titeljagd in der Bundesliga konzentrieren. Mit dem 1:0 (1:0) im Zwischenrunden-Rückspiel des UEFA-Cups gegen den NEC Nijmegen zogen die Hanseaten souverän ins Achtelfinale ein.

Die Niederländer taten nach der ernüchternden 0:3-Schlappe im Heimspiel einfach zu wenig für das erhoffte Wunder. Torjäger Ivica Olic (9. Minute) schoss den Bundesliga-Spitzenreiter, der auch noch im DFB-Pokal vertreten ist, in die nächste Runde. Im Achtelfinale trifft die Mannschaft von Trainer Martin Jol am 12. März daheim und dann am 18./19. März auswärts entweder auf Girondins Bordeaux oder Galatasaray Istanbul (Hinspiel 0:0). Im Achtelfinale trifft die Mannschaft von Trainer Martin Jol am 12. März daheim und dann am 18./19. März auswärts auf Galatasaray Istanbul. „In der Türkei ist es immer schwer zu spielen“, meinte der HSV-Coach.

„Wir holen den UEFA-Pokal!“, skandierten die HSV-Fans unter den 31 537 Zuschauern im Dauerregen schon vor der Halbzeitpause. Trainer Jol hätte sicher nichts dagegen. „Hoffentlich geht es bis zum Ende so weiter“, sagte der Niederländer nach dem Pflichtsieg. „1:0 - wir sind zufrieden. Wir haben das heute gut gemacht: Das schnelle Tor - aber eigentlich hätten wir das zweite oder dritte machen müssen“, meinte der HSV-Coach. „Ein schöner Abend“, befand Nationalspieler Marcell Jansen. „Wir wollten gleich in den ersten 30 Minuten das Tempo hochhalten, leider haben wir nicht nachgelegt. Die Zuschauer haben ein unterhaltsames Spiel gesehen.“

Bereits nach acht Minuten und zehn Sekunden war der letzte Hoffnungsfunken der spielerisch eine Klasse schlechteren Gäste erloschen - das „Wunder von Hamburg“ fiel aus. David Jarolim setzte Olic auf der linken Seite gut in Szene, und der überragende Kroate verwandelte die erste HSV-Chance eiskalt zu seinem sechsten Europapokal-Tor. „Ivica ist wahnsinnig wichtig für uns“, meinte HSV- Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer im ZDF und beschwor zugleich den Teamgeist: „Die Mannschaft merkt, dass sie was erreichen kann.“

Nach 30 Minuten hätte es gut und gern 3:0 stehen können, doch die Hamburger schalteten vor dem Bundesliga-Heimspiel am Sonntag gegen Wolfsburg einen Gang zurück. Außerdem gingen sie recht fahrlässig mit ihren Chancen um: Zunächst vergab Winter-Neuzugang Tomas Rincon einen Einstand nach Maß: Der 21 Jahre alte Venezolaner, der seinen ersten Einsatz im HSV-Dress bestritt, schoss aus bester Position nur NEC-Keeper Gabor Babos an (10.).

Olic vergab das 2:0 nur um Zentimeter (14.), und auch Jansen scheiterte nur knapp (33.). Neben Pech hatten die Hamburger aber auch Glück: Ein Distanzschuss von Mostapha El Kabir prallte vom Pfosten ins Feld zurück (37.). Aus den leichten Feldvorteilen des HSV sprang aber zunächst nichts Zählbares mehr heraus. Nach der Pause bekam Nijmegens Torwart Babos bei Rincons „Hammer“ gerade noch die Fäuste an den Ball (54.).

Die Gäste-Mannschaft von Trainer Mario Been war einfach zu bieder und harmlos, um den Bundesliga-Tabellenführer in Verlegenheit zu bringen. Nur selten blitzte Gefahr auf: Beim Kopfball von Saidi Ntibazonkiza war HSV-Schlussmann Frank Rost auf dem Posten (61.). El Kabir, der beste NEC-Profi, traf zum zweiten Mal den Pfosten (85.), im Gegenzug vergab der eingewechselte Jonathan Pitroipa die Riesenchance zum 2:0.

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