Historische Stille: WM-Spiel startet ohne Hymnen

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(Foto: dpa)
Miriam Heidecker und dpa

Nach den Tonproblemen bei der Eröffnungsfeier der Fußball-Weltmeisterschaft  in Brasilien hat es am Sonntagabend bereits den zweiten Zwischenfall gegeben.

Beim Spiel Frankreich gegen Honduras fiel die Audio-Anlage aus. Als sich die Mannschaften vor dem Spiel für die Nationalhymnen aufstellten, herrschte totale Stille im Stadion Estádio Beira-Rio in Porto Alegre. Das Spiel begann schließlich ohne das obligatorische Abspielen der Hymnen.

„Die FIFA und das lokale Organisationskomitee bedauern, dass das Audiosystem für die Nationalhymnen nicht richtig funktioniert hat, um die Hymnen von Frankreich und Honduras zu spielen. Wir untersuchen derzeit den Grund für diese Situation und arbeiten daran, es zu reparieren“, hieß es in einer ersten Reaktion der Fifa.

Auf die Panne gab es in den Sozialen Netzwerken unterschiedliche Reaktionen. Ex-Fußballer Christoph Metzelder fragte bei Twitter, ob nun der Kapellmeister von der Fifa für 90 Tage gesperrt werde. Damit spielte Metzelder auf die von der Fifa verhängte Sperre gegen Franz Beckenbauer an. Andere User äußerten Kritik an der Fifa.

Nach unseren Recherchen gab es das bisher übrigens nur bei der WM 1966 in England. Da es zwischen Großbritannien und Nordkorea keine diplomatischen Beziehungen gab, weigerte sich WM-Gastgeber England die nordkoreanische Hymne zu spielen.  Die Lösung der Fifa: einfach auf alle Hymnen verzichten. Einzige Ausnahmen:  das Eröffnungsspiel zwischen England und Uruguay sowie das Finale zwischen England und Deutschland.

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