Hertha holt Lukebakio - Philipp-Wechsel „nicht darstellbar“

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Dodi Lukebakio
Von Hertha BSC heiß umworben: Dodi Lukebakio. (Foto: Matthias Balk / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Jens Mende

Vor allem seine drei Tore beim Überraschungs-3:3 von Underdog Düsseldorf gegen die großen Bayern machten Dodi Lukebakio in ganz Fußball-Deutschland bekannt.

Ab sofort stürmt der junge Belgier für den aufstrebenden Hauptstadtclub Hertha BSC, der mit neuen Investoren-Millionen im Rücken endlich heraus will aus dem Mittelmaß. Manager Michael Preetz glaubt fest daran, dass Lukebakio „der Mannschaft mit seinen Fähigkeiten helfen wird“.

Nie zuvor hat die fast 127-jährige „alte Dame“ Hertha so viel Geld für einen Spieler ausgegeben. 20 Millionen Euro soll der Club nach übereinstimmenden Medienberichten für den belgischen U21-Nationalspieler an den Premier-League-Club FC Watford überweisen. „Hertha ist ein großer Club in Deutschland und hat sehr viel Interesse an mir gezeigt“, erklärte Offensivspieler Lukebakio, nachdem er lässig und passend in einem blau-weißen Hemd am Donnerstag einen langfristigen Vertrag unterzeichnet hatte.

Nach Dedryck Boyata, Eduard Löwen und Daishawn Redan ist Lukebakio der vierte Neuzugang der Berliner und passt genau in Herthas Philosophie: jung, schnell, entwicklungsfähig. „Dodi Lukebakio ist ein dynamischer Offensivspieler, der nicht nur Tore schießen kann, sondern auch das Auge für den Mitspieler hat. In der vergangenen Saison hat er seine Qualitäten in der Bundesliga unter Beweis gestellt“, betonte Preetz.

Der 1,87 Meter große Profi hatte einen erheblichen Anteil daran, dass Aufsteiger Fortuna Düsseldorf eine starke Saison ablieferte und am Ende überraschend Zehnter wurde - vor Hertha. Lukebakio schoss als Leihspieler 2018/19 insgesamt 14 Tore in 34 Pflichtspielen.

„Ich möchte mich anbieten, viel spielen und viele Tore schießen“, erklärte Lukebakio als neue Nummer 28 der Berliner, die Platz elf aus der Vorsaison unbedingt verbessern wollen. Der Angreifer kommt aus der Jugendabteilung des RSC Anderlecht, wurde später an den französischen Erstligisten FC Toulouse und den belgischen Club Sporting Charleroi ausgeliehen, ehe er im Winter 2018 zum FC Watford ging. Nun ist er für vereinbarte laut Medien aus der Hauptstadt für fünf Jahre Herthaner.

Für einen anderen möglichen Wechsel sieht Preetz „derzeit“ keine Chance. „Zum Transfergerücht um Maximilian Philipp: Ein toller Spieler, dazu ein Berliner Junge. Aber eine Verpflichtung ist derzeit nicht darstellbar“, schrieb der Manager auf Twitter. Die „Sport Bild“ hatte zuvor darüber berichtet, dass der Wechsel des 25-jährigen Dortmunder Stürmers unmittelbar bevorstehe und es schon eine Einigung gebe.

Philipp hatte in der Jugend bereits für die Berliner gespielt, war dann über TeBe Berlin und Energie Cottbus beim SC Freiburg in die Bundesliga gekommen. Im Sommer 2017 wechselte der gebürtige Berliner für 15 Millionen Euro zu Borussia Dortmund.

Kader Hertha BSC 2019/20

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