Hertha BSC verpasst Sprung an Bundesliga-Spitze

Lesedauer: 4 Min
Deutsche Presse-Agentur

Hertha BSC hat den Sprung an die Spitze der Fußball-Bundesliga verpasst. Die Berliner kamen zum Auftakt des 19. Spieltages nicht über ein 1:1 (1:1) bei Arminia Bielefeld hinaus.

Ausgerechnet der frühere Berliner „König“ Artur Wichniarek sorgte mit seinem Treffer (40. Minute) dafür, dass Hertha in Bielefeld nur zu einem Unentschieden kam. Zuvor hatte Angreifer Andrej Woronin (13.) den Hauptstadtclub, der im zweiten Durchgang den Nachweis seiner Klasse schuldig blieb, vor 20 700 Zuschauern in der Bielefelder Schüco-Arena in Führung gebracht. Durch das vierte Remis der Saison bleibt das Team von Trainer Lucien Favre mit 37 Punkten hinter Herbstmeister 1899 Hoffenheim (38 Punkte) auf dem zweiten Rang, die Arminia rangiert mit 18 Zählen weiter auf dem 14. Platz.

Aufgrund von zehn fehlenden Spielern - darunter „Torfabrik“ Marko Pantelic und Kapitän Arne Friedrich - war Hertha-Trainer Lucien Favre zu personellen und taktischen Umstellungen gezwungen, doch dies schien den Berlinern nichts auszumachen. Auch mit einer „Notelf“ entpuppte sich der Hauptstadtclub zunächst als Meister der Effektivität, gleich die erste Chance wurde genutzt. Nach einem 60- Meter-Freistoß von Torhüter Jaroslav Drobny tauchte Woronin alleine vor dem Bielefelder Gehäuse und traf aus spitzem Winkel ins lange Eck. „Das war technisch sehr, sehr fein. Das ist Ausdruck von individueller Klasse“, lobte Michael Preetz, Leiter der Hertha-Lizenzspielerabteilung, in der Halbzeit auf „Premiere“. Armininen- Keeper Dennis Eilhoff machte beim Gegentor keine gute Figur.

Fünf Minute später hätte Woronin fast seinen zweiten Treffer nachgelegt, aber der Heber des Ukrainers tropfte gegen die Latte. Anschließend baute die Hertha ab und gewährte den Hausherren, bei denen Markus Bollmann und Markus Schuler neu in die Viererkette rückten, mehr Raum. Zwar ließen die Ostwestfalen eine Woche nach ihrem 2:1-Coup in Bremen spielerische Brillanz vermissen, aber kämpferisch überzeugte das Team von Trainer Michael Frontzeck - und wurde dafür kurz vor dem Pausenpfiff belohnt.

Dabei machte wieder einmal Wichniarek seinem Ruf als Bielefelder „Lebensversicherung“ alle Ehre: Nach einer Flanke von Radim Kucera war der Pole per Kopf zur Stelle und markierte sein zwölftes Saisontor, womit er sich für zwei Drittel aller Arminen-Treffer verantwortlich zeigt. Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein Kampfspiel, wobei sich die Hausherren Vorteile erkämpften. Die besten Chancen besaß Angreifer Christopher Katongo, aber erst scheiterte er per Kopf (60.) an Drobny, dann zog er aus 16 Metern drüber. Auf der Gegenseite kamen Maximilian Nicu (83.) und Amine Chermiti (88.) jeweils einen Schritt zu spät, so dass die Hertha die Spitze verpasste.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen