Herrmann sei Dank: Biathletinnen mit Staffel Dritte

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Denise Herrmann
Sicherte Deutschlands Biathlon-Frauen Platz drei in der Staffel in Nove Mesto: Denise Herrmann. (Foto: Petr David Josek / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Sandra Degenhardt

Denise Herrmann weiß um ihre Stärke und spielte diese wieder einmal gekonnt aus.

„Ich kann auf meine Endschnelligkeit vertrauen, deswegen geht man da schon mit Selbstvertrauen in die Schlussrunde“, sagte die 31-Jährige, die mit einem fantastischen Endspurt den deutschen Biathletinnen beim Weltcup im tschechischen Nove Mesto Rang drei in der Staffel bescherte.

Damit sicherten sich die WM-Zweiten Karolin Hochler, Vanessa Hinz, Franziska Preuß und Herrmann im letzten Staffelrennen der Saison ihren zweiten Podestplatz. Wenig später verpassten am Samstag die Männer mit Weltcup-Rückkehrer Simon Schempp und den WM-Dritten Philipp Horn, Arnd Peiffer und Benedikt Doll durch zu viele Fehler als Fünfte das Podest. Die Siege beim Geister-Weltcup ohne Fans gingen an Norwegen.

Im ekligen Schneeregen und bei schwierigen Windbedingungen hatten die Damen 14 Nachlader und eine Strafrunde von Preuß zu Buche stehen. Doch weil die frühere Langläuferin Herrmann in der Loipe einfach nicht zu stoppen ist, reichte es knapp für den Sprung auf das Podium. Dabei wiederholte Herrmann quasi das Geschehen der WM: Auf der Zielgeraden fing sie noch die Ukrainerin Olena Pidruschna um 1,5 Sekunden Vorsprung ab. „Es war eine zähe Partie und richtig stumpf. Auf der Zielgeraden da hat es mich fast überschlagen“, berichtete Herrmann im ZDF, ehe sie mit ihren Teamkolleginnen bei der Siegerehrung auch ohne Fans strahlte.

Horchler übergab als Neunte mit 42,9 Sekunden auf Hinz, die mit einer starken Leistung ihr Team nach vorne auf Rang vier brachte. Preuß schien nach einer überragenden Liegendeinlage wie schon beim Gewinn von WM-Silber zur Matchwinnerin im deutschen Team zu avancieren. Aber stehend kassierte die 25-Jährige, die beste deutsche Schützin, eine Strafrunde und fiel von auf Position zwei auf Rang fünf zurück (+ 30,1 Sekunden). Doch Herrmann rettete nicht nur ihre Laune.

Der viermalige Weltmeister Schempp, der erstmals seit dem 13. Januar 2019 wieder eine Weltcup-Staffel lief, zeigte mit zwei Nachladern und der schnellsten letzten Runde der Startläufer eine mutmachende Leistung auf dem Weg zurück zu alter Klasse. „Das war mal wieder ein gutes Ergebnis“, sagte der 31-Jährige, der wie im Vorjahr wegen Formschwäche die WM auslassen musste.

Schempps gute Vorgabe konnte Horn (25) aber nicht nutzen, er fiel nach zwei schlechten Schießen und einer Strafrunde auf Rang elf zurück (+ 55,4 Sekunden). Peiffer brachte mit souveränen zehn Treffern sein Team als Vierter wieder auf Schlagdistanz zum Podium. Doch Doll, der bei der WM das mögliche Gold aus der Hand gegeben hatte, war beim finalen Schießen zu langsam und kam nach einem Nachlader nicht mehr an die Konkurrenz heran. „Mit einer Strafrunde und zehn Nachladern gewinnen wir keinen Blumentopf. Da müssen wir hart mit uns ins Gericht gehen“, sagte der 31-jährige Peiffer.

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