Henkel disqualifiziert - Sicherheitsverstoß

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Deutsche Presse-Agentur

Schwerer Schlag für Biathlon-Star Andrea Henkel. Die Titelverteidigerin ist bei der Weltmeisterschaft in Pyeongchang in Südkorea kurz vor dem Start des Verfolgungsrennens von der Wettkampf-Jury disqualifiziert worden.

Die Großbreitenbacherin hatte beim Trockentraining für das Schießen aus Versehen eine Patrone im Gewehr. Das Geschoss durchschlug eine Trennwand im Stadion-Gebäude. Es wurde niemand verletzt. „So etwas ist mir noch nie passiert. Das ist sehr ärgerlich, weil ich eine hervorragende Ausgangsposition hatte“, sagte Henkel.

Wegen des Verstoßes gegen die strengen Sicherheitsbestimmungen im Biathlon wurde die Sechste des Sprints für den Verfolgungswettkampf gesperrt. Bei den kommenden WM-Rennen ist sie jedoch wieder startberechtigt. „Die Entscheidung der Jury müssen wir akzeptieren. So etwas dürfte normalerweise nicht vorkommen“, sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang.

„Ich hatte aus Versehen noch das Reservemagazin in der Waffe. Da die Waffen hier im Stadion bleiben müssen über Nacht, habe ich nicht mehr daran gedacht. Normalerweise nehmen wir die Gewehre mit in die Unterkunft“, erklärte Henkel ihr Malheur.

„Da gab es für die Jury gar keine andere Entscheidung. Verstöße gegen die Sicherheit werden in einem Sport, in dem mit Waffen umgegangen wird, streng geahndet. Für die weitere WM hat das aber keine Folgen für sie“, sagte Renndirektor Franz Berger.

Die sechsmalige Weltmeisterin Henkel lag vor dem Verfolgungsrennen mit 55 Sekunden Rückstand auf die führende Kati Wilhelm in aussichtsreicher Position.

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