Harting fordert „Deal“ im Fall Goldmann

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Deutsche Presse-Agentur

Diskuswurf-Vizeweltmeister Robert Harting hat erneut für seinen Doping-belasteten Trainer Werner Goldmann stark gemacht. „Es gibt genug Gründe, einen Deal zu finden“, sagte der 24-jährige Berliner beim Neujahrsempfang der Berliner Leichtathleten.

„Das Thema muss vom Tisch, die Zeit drängt“, sagte Harting weiter. Es gehe nicht an, dass der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) die alten Trainer quasi erpresse zu sagen, da habe ich mitgemacht, es dabei aber nicht bewenden lasse. „Man kann dann nicht immer noch weiter machen und ständig neue Sachen wissen wollen. Da muss ein klarer Deal her“, sagte Harting auch mit Blick auf die Weltmeisterschaft im August in Berlin.

Der DLV hatte Goldmann, der Bundestrainer für Wurfdisziplinen gewesen war, keinen neuen Arbeitsvertrag vom 1. Januar an gegeben. Ein Grund dafür war, dass vor den Olympischen Spielen in Peking der ehemalige Kugelstoßer Gerd Jacobs behauptet hatte, Goldmann habe ihm in den 80er Jahren Anabolika verabreicht. Der Trainer, der 1988 den Kugelstoßer Ulf Timmermann zu Olympia-Gold führte, bestreitet das.

Der Fall Goldmann belaste Hartings Training, es laufe derzeit „absolut beschissen“, weil das Thema stets im Raum stehe, berichtete Harting. Das sei „eher leistungsvernichtend als fördernd“ und gebe „kleine Depressionen und wir kommen nicht voran“. Harting weiter: „Die Trainingsgruppe heute muss wichtiger sein als das, was früher war.“ Er hoffe immer noch, dass der DLV Interesse an den Athleten zeige und für „diplomatische Wege“ gewonnen werden kann.

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