Hannawald lobt Arbeit von Bundestrainer Schuster

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Deutsche Presse-Agentur

Sven Hannawald hat Bundestrainer Werner Schuster ein dickes Lob für dessen Arbeit gezollt und sieht den Österreicher als Vater des Aufschwungs im deutschen Skisprung.

„Man sieht, was ein neuer Trainer ausmacht, der den Team-Gedanken pflegt und sich für die Athleten viel Zeit nimmt. Das ist eminent wichtig, denn Skispringer sind wie Rennpferde - sehr sensibel. Die Euphorie ist wieder da“, sagte Hannawald der Deutschen Presse-Agentur dpa am Rande des Weltcups in Willingen.

Nach der Entlassung des mittlerweile verstorbenen Reinhard Heß im Frühjahr 2003 hätte sich der Vierschanzentournee-Sieger von 2002 selbst einen Coach wie Schuster gewünscht. „Drei Jahre länger mit Reinhard oder gleich Schuster - das wäre optimal gewesen“, erklärte der 34-Jährige, der seine Karriere nach einem Burnout-Syndrom im August 2005 beendet hatte.

In Willingen wird Hannawald seinen ehemaligen Kollegen beim Auftakt der Team-Tour an der Schanze die Daumen drücken. „Ich hoffe, dass die deutsche Mannschaft in der Gesamtwertung unter die ersten Drei kommt“, sagte Hannawald, der auf Einladung des Wettkampf- Vermarkters im nordhessischen Weltcup-Ort weilt.

Er selbst könne nach einem Knorpelschaden im Knöchel derzeit nicht aktiv Sport treiben. „Ich bin nach meiner Operation im September vergangenen Jahres noch in der Rehabilitation“, berichtete Hannawald, der beim TSV Burgau in der bayerischen Kreisliga Fußball spielt. Einen festen Job hat der frühere Weltklassespringer dagegen nicht. „Es ist schwierig, eine Sache zu finden. Aber irgendwann kommt der Tag X, an dem man weiß, was man anstellen will“, sagte Hannawald.

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