Hübner gegen Hübner: „Rausschmiss“ droht

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Deutsche Presse-Agentur

Bruno und Benjamin Hübner leben unter einem Dach, am Sonntag sind Vater und Sohn aber sportliche Rivalen.

„Wenn ich das entscheidende Tor schieße, wird mein Papa mich zu Hause wohl rausschmeißen“, sagte der 19 Jahre alte Benjamin Hübner, der am 19. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga im Dress des SV Wehen Wiesbaden beim MSV Duisburg antritt. Dort ist sein Vater Bruno seit einem Jahr Sportdirektor.

In dem Familienduell will der 48-Jährige seine privaten Gefühle ausblenden. „In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Wenn wir unsere Aufholjagd Richtung Tabellenspitze aber fortsetzen wollen, braucht der MSV einen Sieg“, meinte Bruno Hübner, dessen Team in Rostock (1:0) erfolgreich in die Rückrunde startete. Auf den Sohn, der beim 1:0-Sieg von Wehen über Aachen zur gleichen Zeit den fünften Zweitliga-Einsatz bestritt, ist er gleichwohl stolz. „Er hat das Zeug, mal Bundesliga-Profi zu werden, soll aber bloß nicht gegen Duisburg treffen. Dann gibt es daheim eine Strafe“, sagte Hübner senior.

In Zukunft könnten weitere Familienduelle hinzukommen. Auch Benjamins Brüder Christopher (22 Jahre) und Florian (17) spielen in Wehen, kamen aber noch nicht im Lizenzkader zum Einsatz. „Mein Vaterstolz ist gewaltig, ich hoffe, dass sie alle große Karrieren machen“, meinte Bruno Hübner. Seine eigene Profi-Laufbahn musste er nach 76 Bundesliga-Einsätzen für den 1. FC Kaiserslautern 1986 verletzungsbedingt beenden, ehe er innerhalb von 20 Jahren als Spieler, Trainer und Manager den SV Wehen aus den unteren Amateurligen in die Zweitklassigkeit führte.

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