Höchste Saisonpleite für Hannover: 3:9 in Hamburg

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Deutsche Presse-Agentur

Spitzenreiter Hannover Scorpions ist im Nord-Derby der Deutschen Eishockey-Liga eingebrochen und hat seine höchste Saisonniederlage bezogen.

Der Tabellenführer verlor 3:9 bei den Hamburg Freezers, die sich auf Platz zehn verbesserten und damit derzeit den Einzug in die Playoff-Qualifikation schaffen würden. Hannover führt trotz der Pleite weiter mit sieben Punkten vor Meister Eisbären Berlin, der spielfrei war.

Im Verfolgerduell gewann der Tabellen-Dritte Adler Mannheim 5:3 im Rhein-Hessen-Derby bei den Frankfurt Lions, die zum dritten Mal in Folge verloren. Frankfurt wäre aber als Sechster hinter den Krefeld Pinguinen und den DEG Metro Stars noch direkt für das Viertelfinale qualifiziert. Krefeld gewann im anderen Tor-Testival des Tages nach einem 2:4-Rückstand 8:5 bei den Iserlohn Roosters, die aus den Playoff-Rängen fielen. Düsseldorf siegte 5:2 bei den Nürnberg Ice Tigers, die den Sprung auf Rang sechs verpassten.

Vor fast 11 000 Zuschauern in Hamburg leitete Francois Fortier nach nur 37 Sekunden per Solo den dritten Freezers-Sieg in Folge ein. Travis Brigley (4.) erhöhte in Überzahl, Aris Brimanis (6.) verkürzte schnell für den Tabellenführer. Doch noch vor der ersten Pause war Nationalspieler Richard Mueller (17./20.) zweimal zur Stelle.

Für Hannovers Auswahlschlussmann Dimitri Pätzold kam zum zweiten Drittel Alexander Jung ins Tor. Nach dem Anschluss durch Klaus Kathan (24.) konnte auch Jung nicht Fortiers (36.) zweites Tor nach einem Konter verhindern. Gegen Justin Morrisons (38.) abgefälschten Schuss war Jung machtlos, außerdem trafen Clark Wilm (46.), Andy Delmore (57.) und erneut Mueller (59.) für die Freezers, die im siebten DEL-Jahr erstmals neun Tore schossen. Thomas Dolak (46.) war noch für die Scorpions erfolgreich.

„Bei uns hat alles gepasst, bei Hannover klappte nicht allzu viel“, sagte Hamburgs Kapitän Alexander Barta, nach dessen Rückkehr es besser läuft. Den Freezers fehlt allerdings Vitali Aab, der nach einem Handbruch für vier Wochen ausfällt. „Wir haben schlecht gespielt, aber wir sind noch Spitzenreiter“, kommentierte Scorpions-Trainer Hans Zach. „Es war zur rechten Zeit eine Warnung für die Spieler. Wenn ich nach so einem Spiel gleich verrückt spielen würde, wäre das blöd.“

Die Augsburger Panther wahrten ihre Playoff-Chancen durch den 5:4- Erfolg bei Mitkonkurrent EHC Wolfsburg. Nach einer vergebenen 4:1- Führung war der überragende Mark Murphy mit seinem vierten Tor der Matchwinner (54.) des Tabellen-Siebten. Praktisch ohne Chance auf Rang zehn ist der ERC Ingolstadt, der nach der 1:3-Heimpleite gegen die Straubing Tigers seit vier Partien ohne Punkt ist. Im Keller- Derby kam Schlusslicht Füchse Duisburg mit dem 5:2 bei den Kassel Huskies zum dritten Sieg nacheinander.

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