Härtetest für Spitzenduo

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Deutsche Presse-Agentur

Der SC Freiburg steht in Duisburg auf dem Prüfstand, die SpVgg Greuther Fürth muss sich in Osnabrück beweisen - auf das Spitzenduo der 2. Bundesliga wartet am 24. Spieltag ein harter Aufstiegs-TÜV.

Die Verfolger stehen dagegen vor vermeintlich leichteren Aufgaben. Ein Sieg des FSV Mainz 05 bei Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden scheint nur eine Formsache zu sein, 1. FC Nürnberg will mit einem Sieg gegen Rot Weiss Ahlen doch noch ins Aufstiegsrennen zurückkehren, und auch für den 1. FC Kaiserslautern geht es im Derby gegen die TuS Koblenz um die fast letzte Chance. „Ich traue meiner Mannschaft zu, dass sie wieder in die Erfolgsspur zurückfindet“, meinte FCK-Trainer Milan Sasic.

Als gefühlter Aufsteiger geht Tabellenführer SC Freiburg, mit sechs Siegen in Serie die beste Mannschaft der Rückrunde, in die schwere Partie beim MSV Duisburg. „Das Betriebsklima bei uns stimmt einfach und die Mannschaft hat Charakter“, sagte Trainer Robin Dutt, der wie in den vergangenen Spielen auch in Duisburg kein Offensiv- Risiko scheuen will. Verzichten muss er dabei aber womöglich auf den angeschlagenen Stürmer Jonathan Jäger. Die „Zebras“, die unter der Regie von Trainer Peter Neururer seit zehn Spielen ungeschlagen sind, wollen sich mit dem dritten Heimsieg nacheinander weiter an die Aufstiegsplätze heranpirschen.

Ohne den am Knie verletzten Routinier Christian Rahn reist Fürth an die Bremer Brücke in Osnabrück, wo der VfL um den Klassenverbleib kämpft. Die Franken glauben unterdessen an ein glückliches Ende im Aufstiegsrennen. „Wir sind bereit für die Bundesliga“, sagte Präsident Helmut Hack, „die Menschen hier sind hungrig auf die erste Liga. Für uns aufzusteigen ist, wie wenn Bayern München dreimal nacheinander die Champions League gewinnt.“

Alemannia Aachen und der FC St. Pauli, die sich im direkten Duell gegenüberstehen, haben den Kampf um die Aufstiegsplätze aufgeben. Dagegen glaubt der 1. FC Nürnberg trotz des Rückschlags am vorigen Sonntag in Duisburg (2:2) weiter an die Rückkehr ins Oberhaus. „Wir werden alles versuchen, aufzusteigen, aber wir müssen geduldig sein“, sagte Trainer Michael Oenning vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger Ahlen. Der wegen der fünften Gelben Karte fehlende Peer Kluge soll durch Marek Mintal ersetzt werden. Sorgen macht sich Oenning aber um die mangelhafte Chancenverwertung seiner jungen Mannschaft: „Sie ist nicht aufstiegswürdig.“

Beim TSV 1860 München kann sich der neue Trainer Uwe Wolf mit einem Sieg über den FSV Frankfurt für einen Vertrag über diese Saison hinaus empfehlen. In Rostock muss Andreas Zachhuber im ersten Spiel nach der Beurlaubung von Trainer Dieter Eilts seine Qualitäten als „Feuerwehrmann“ beweisen. Im Kellerderby gegen den FC Ingolstadt ist das Hansa-Urgestein zum Siegen verdammt. Drei Punkte gegen Rot-Weiß Oberhausen sind auch für den in der Rückrunde sieglosen FC Augsburg Pflicht, um nicht noch mehr in den Abstiegsstrudel zu geraten.

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