Groß hilft nicht als Schwimm-Leistungssportdirektor aus

Michael Groß
Wird nicht Leistungssportdirektor im Deutschen Schwimm-Verband: Michael Groß. (Foto: Patrick Seeger / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Michael Groß wird nicht Leistungssportdirektor im Deutschen Schwimm-Verband. Der dreimalige Olympiasieger berichtete im „Tagesspiegel“ und bei „FAZ.net“, dass ihm der DSV abgesagt habe.

„Ich bin nicht enttäuscht“, sagte Groß und ergänzte: „Der DSV trifft seine Entscheidungen und das ist zu respektieren.“ Laut Groß hat ihm Präsident Marco Toll mitgeteilt, dass eine „interne Lösung“ bevorzugt werde. Für den 56-jährigen Groß als Interimslösung hatten sich drei Bundestrainer und die Athletensprecherin ausgesprochen. Sie forderten auch eine Rehabilitierung von Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen, von dem sich der Verband getrennt hatte.

Frühere Spitzenschwimmer und aktuelle Trainer hatten in dieser Woche in einem kritischen Brief an den DSV-Präsidenten Troll und den DSV-Vorstand gefragt, warum der Vorstand die Personalie Groß „nicht konstruktiv und zügig mit dem hauptamtlichen Führungspersonal“ diskutiere. Der DSV äußerte sich dazu nicht.

Groß berichtete, dass er deutlich gemacht habe, „welche Aufgabenfelder ich sehe. Und das ist nicht nur das Abschneiden bei Olympia. Es geht vor allem um den Wiederaufbau des Leistungssports im Schwimmen nach der Corona-Pandemie. Hallen- und Freizeitbäder waren flächendeckend geschlossen, eine ganze Schwimm-Generation könnten wir verlieren“, sagte er in einem Interview im „Tagesspiegel“. „Schwimmen muss man im Gegensatz zum Laufen oder Springen lernen, das kann man nicht einfach so machen. Und wenn es keine Becken dafür gibt, dann hat man ein Problem. Daher gibt es nun viel zu tun.“

Er fände es „ungewöhnlich, wenn der DSV seinen Schwimmern und Trainern nun auf die Schnelle einen festen Leistungssportdirektor vorsetzen würde, ohne das vorher mit dem Team abgestimmt zu haben“, sagte Groß. „Zu modernen Unternehmensstrukturen gehört, seine Mitarbeiter einzubinden.“

© dpa-infocom, dpa:210422-99-312696/2

Der Vorstand des DSV

Neuigkeiten zum DSV

Interview Groß im Tagesspiegel

Tagesspiegel-Bericht

Groß in der FAZ

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Jetzt mit Push-Nachrichten für Ihr Impfzentrum

Die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt. 

+++ JETZT NEU: Nutzer mit einem Schwäbische Plus Basic, Premium- oder Komplettabo können sich nun exklusiv und noch schneller per Pushnachricht aufs Handy über freie Termine bei Ihrem Wunsch-Impfzentrum informieren lassen. Hier geht es direkt zum Push-Service, Abonnenten können ihn sofort nutzen.

Nutzer ohne Abo können weiterhin die bestehende Impfampel auf dieser Seite hier nutzen.

Die Geburt war zwar schwierig, doch mit Tochter Mariella scheint alles in Ordnung zu sein. Nach rund drei Monaten wird die Mutte

Schlaganfall im Mutterleib: Mariellas Diagnose steht erst vier Jahre nach der Geburt

Wenn die sechsjährige Mariella mit ihrem jüngeren Bruder Niklas im Garten spielt, wirkt sie auf den ersten Blick wie die meisten Kinder: entdeckungslustig, lebhaft und ausgelassen fröhlich. Erst auf den zweiten Blick erscheinen die Bewegungen bei ihr etwas steifer und unkoordinierter zu sein, beim Sprechen fallen ihr bestimmte Laute schwer. Denn was die junge Ostracherin von ihren Altersgenossen unterscheidet, ist die Diagnose Schlaganfall.

Rund 270 000 Mal im Jahr erleiden in Deutschland Erwachsene einen Schlaganfall, doch auch ...

Corona-Tote: So viele ZF-Mitarbeiter haben ihr Leben verloren

Immer wieder kursieren Gerüchte, dass Industrieunternehmen vor Ort ganze Abteilungen wegen Corona schließen müssen. Wir haben bei ZF, Rolls-Royce Power Systems und Airbus nachgefragt. Von Schließungen kann demnach keine Rede sein, die Folgen der Pandemie sind aber natürlich spürbar.

So gab es im ZF-Konzern weltweit bislang 7883 infizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 1324 in Deutschland. 48 von ihnen sind verstorben, einer davon war in Friedrichshafen beschäftigt.

Mehr Themen