Großer Einsatz für die U17

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Die Autogramme der U17-Spieler, unter anderem des Berliners Marton Dardai (Nummer 4/Sohn des Hertha-Trainers Pal Dardai) waren
Die Autogramme der U17-Spieler, unter anderem des Berliners Marton Dardai (Nummer 4/Sohn des Hertha-Trainers Pal Dardai) waren begehrt. (Foto: Jochen Dedeleit)
Jochen Dedeleit

Vier-Nationen-Turnier: Italien – Israel 5:2 (2:0); Deutschland – Niederlande (2:2 (2:1); Deutschland – Israel 2:0 (2:0); Italien – Niederlande 2:1 (1:0) – Am Dienstag spielen in Waldshut-Tiengen: Israel – Niederlande (10 Uhr); Deutschland – Italien (14 Uhr).

Die 1076 Zuschauer haben ihr Kommen nicht bereut: Der Auftakt des Vier-Nationen-Turniers im Konstanzer Bodenseestadion hatte es in sich und wurde auch dank des Organisationsteams des SC Konstanz-Wollmatingen zu einem Erfolg. Dass es für die deutsche U17-Auswahl gegen den Europameister Niederlande zu keinem vollen Erfolg reichte, war für Trainer Michael Feichtenbeiner eine „große Enttäuschung, zumal wir über weite Strecken ein sehr gutes Spiel gemacht haben und am Schluss das Tor mit großer Leidenschaft verteidigt haben“.

Der Stuttgarter war von der Leistung seiner Jugendlichen aber angetan. „Wir haben den frühen Rückstand gut weggesteckt, hätten nur das dritte Tor machen müssen. Aufgrund zahlreicher Ausfälle im Vorfeld sind wir durch die Wechsel nicht besser geworden“, meinte der frühere Trainer des SC Pfullendorf. Auch der Ausfall von Torhüter Tim Schreiber mit einer Knieverletzung vor der siebenminütigen Nachspielzeit sei denkbar unglücklich gewesen. „Zum einen für Tim“, sagte Feichtenbeiner, „zum anderen für Noah (Atubolu/Freiburg, Anm. der Red.), der kurz nach seiner Einwechslung das 2:2 hinnehmen musste.“

Den deutschen Doppeltorschützen Paul Nebel (Mainz) wollte Michael Feichtenbeiner nicht zu viel loben. „Das ist ein aufgeweckter Bursche, der schon zwei Jahre bei uns ist. Den Elfer hat er sicher verwandelt.“ Den Foulelfmeter herausgeholt hatte in Karim Adeyemi der einzige Legionär der deutschen U17. Adeyemi spielt für den FC Liefering in der zweiten österreichischen Liga und belebte das deutsche Angriffsspiel in Konstanz merklich. Peter van der Veen sammelt seine Akteure für die niederländische U17 derweil in halb Europa ein. Während die Torschützen gegen Deutschland, Brian Brobbey und Naoufal Bannis, für Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam auflaufen, sind Ki-Jana Hoever beim FC Liverpool, Jayden Braaf bei Manchester City, Ian Maatsen bei Chelsea oder Melayro Bogarde bei 1899 Hoffenheim unter Vertrag.

Dass der 58-jährige Stuttgarter Feichtenbeiner derzeit Spieler aus vielen Vereinen im Kader hat, sieht er nicht als Nachteil an. „Von Blockbildung müssen wir zur Zeit nicht sprechen. Aber es gibt in Deutschland schließlich viele gute Leistungszentren.“ Beim SC Freiburg ist Lars Kehl zu Hause. Der offensive Mittelfeldspieler wartete gegen die Niederlande vergebens auf einen Einsatz, jedoch war er das erste Mal nominiert. „Ich habe mich irrsinnig über die Einladung gefreut, weil ich mir das immer erträumt habe. Jetzt heißt es weiter Gas geben.“ Im 22-köpfigen DFB-Kader stehen neben Kehl aus dem Süden Torhüter Noah Atubolu (beide SC Freiburg), Frederik Schumann und Jordan Meyer, der die erste Halbzeit in Konstanz im Einsatz war (beide VfB Stuttgart). Für den 2002er-Jahrgang, der mit Beginn dieser Saison in die U17 aufrückt, sind es die ersten Partien in diesem Altersbereich und gleichzeitig hochklassige Härtetests vor der EM-Qualifikation im Frühjahr 2019.

135 freiwillige Helfer

Ein Härtetest war es auch für den SC Konstanz-Wollmatingen. „Der DFB wollte den Süden belohnen und hat sich anhand der Stadiongröße für das Bodenseestadion mit seinen 25 000 Plätzen entschieden“, sagt Claudia Deutinger, Trainerin, Jugendkoordinatorin und Kassiererin des Bezirksligisten. „Leider unterliegen wir gewissen Kriterien und dürfen aufgrund von Filmaufnahmen zwei Drittel des Stadions nicht nutzen.“ Die leeren Ränge auf drei der vier Seiten des Stadions erklärt Tina Buchmann vom DFB so: „Wir wollen unseren Spielern eine gute Kulisse bereiten und mit einer vollen Haupttribüne die passende Atmosphäre schaffen. Gefilmt wird nur zu unserer Analyse.“ 135 Helfer, darunter 75 Kinder, hatte der SC. Auch 100 Flüchtlingskinder waren eingeladen.

Vier-Nationen-Turnier: Italien – Israel 5:2 (2:0); Deutschland – Niederlande (2:2 (2:1); Deutschland – Israel 2:0 (2:0); Italien – Niederlande 2:1 (1:0) – Am Dienstag spielen in Waldshut-Tiengen: Israel – Niederlande (10 Uhr); Deutschland – Italien (14 Uhr).

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