Geteilte Stadt, Spitzenspiele und „die besten Fans“ der Liga

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Berliner Dery
Wer ist die Nummer eins in der Hauptstadt: Hertha BSC oder der 1. FC Union Berlin?. (Foto: Jens Kalaene/zb/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Kein Samstag ohne Derby. Eine Woche nach dem ewigen Duell zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund im Ruhrgebiet steht am Abend (18.30 Uhr/Sky) das erste Berliner Stadtderby zwischen Union und Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga an.

Zuvor geht es in mehreren Spielen um die Tabellenführung. Bayern-Trainer Niko Kovac erwartet wieder einmal eine Reise in die Vergangenheit.

BERLIN: Die Hauptstadt ist sportlich klar geteilt. Im Osten die Union-Kieze, im Westen die Hertha-Bezirke. Dabei sein in Köpenicker Stadion An der Alten Försterei können nur 22 012 Zuschauer, zu spüren sein dürfte die Begeisterung für das erste Berliner Bundesliga-Derby seit 42 Jahren (damals Hertha gegen Tennis Borussia) aber in der ganzen Stadt. Hertha-Trainer Ante Covic appellierte an alle Beteiligten, trotz der besonderen Rivalität „Berlin als Sportstadt in ein richtiges Licht zu rücken“.

SPITZE: Vier Mannschaften haben heute die Chance, Tabellenführer Borussia Mönchengladbach abzulösen - wenn die Fohlenelf am Nachmittag (15.30 Uhr/Sky) bei Bayer Leverkusen verliert. Verfolger FC Bayern München spielt zeitgleich bei Kovac' Ex-Club Eintracht Frankfurt, dem Rekordmeister würde bei einem Sieg schon ein Gladbacher Unentschieden reichen. Der Fünfte Borussia Dortmund trifft auf den Vierten VfL Wolfsburg, der Sechste RB Leipzig empfängt den FSV Mainz 05, und der Überraschungsdritte SC Freiburg gastiert bei Werder Bremen.

FANS: Kovac hatte die Frankfurter Anhänger nach dem Sieg im Pokal in Bochum als „die besten Fans“ der Liga bezeichnet - in München kam das nur bedingt gut an. Bei der Pressekonferenz vor der Partie in Hessen gab Kovac an, sein Lob sei „nichts Verwerfliches“ gewesen und verwies auf die starken Choreographien der Frankfurter Fans in der Europa League. „Wir haben auch klasse Fans“, sagte Kovac zudem beruhigend. Der Kroate hatte die Eintracht von 2016 bis 2018 trainiert und dabei erst vor dem Abstieg gerettet sowie anschließend in zwei Pokal-Endspiele geführt - das im Mai 2018 gewann Frankfurt gegen die Bayern 3:1.

TRAINER: Eigentlich hat sich Dortmund-Coach Lucien Favre mit dem Sieg im DFB-Pokal gegen Gladbach ein wenig Luft verschafft. Dennoch sollte der BVB gegen Wolfsburg nachlegen, damit die Diskussion um den Schweizer Fußballlehrer nicht noch einmal Fahrt aufnimmt. Noch mehr zittern muss ein Bundesliga-Coach wohl am Sonntag (15.30 Uhr/Sky). Achim Beierlorzer steht beim 1. FC Köln nach der Pleite im Pokal schwer in der Kritik - das Rheinische Derby beim Erzrivalen Fortuna Düsseldorf sollten die Kölner ihrem Coach zuliebe nicht verlieren.

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