Gentners Rückkehr nach Wolfsburg: „Wir hatten tolle Erfolge“

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Christian Gentner
Kehrt mit Union Berlin an seine frühere Wirkungsstätte beim VfL Wolfsburg zurück: Christian Gentner. (Foto: Soeren Stache/zb/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Thomas Wolfer

Christian Gentners bislang letzte Reise nach Wolfsburg ist noch gar nicht so lange her. Erst vor Saisonbeginn wurde der 34-Jährige vom VfL wieder einmal nach Niedersachsen eingeladen.

Der Grund: Die Meistermannschaft von 2009 traf sich zehn Jahre nach dem völlig überraschenden Titelgewinn wieder. „Es war eine schöne Zeit“, erinnerte sich Gentner, der am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) erneut in Wolfsburg zu Gast ist. Dann geht es für den Routinier mit Aufsteiger 1. FC Union Berlin darum, die Negativserie von zuletzt drei Niederlagen in der Fußball-Bundesliga nacheinander zu beenden.

„Wir wollen nicht mit null Punkten in die Länderspielpause gehen“, sagte Gentner vor dem Duell mit seinem Ex-Club. Während die Berliner vor dem siebten Spieltag im unteren Tabellendrittel feststecken, hält der noch ungeschlagene VfL den Kontakt zur Spitzengruppe. „Ich verfolge das Geschehen in Wolfsburg nach wie vor. Das Spiel ist schon etwas Besonderes für mich. Die Zeit war sehr erfolgreich“, sagte Gentner und erinnerte sich: „In Wolfsburg habe ich mehr oder weniger drei Jahre komplett durchgespielt. Wir hatten tolle Erfolge. Da sind ein paar Erinnerungen dabei.“

Vor allem natürlich der unerwartete deutsche Meistercoup des Teams um den damaligen Trainer Felix Magath vor zehn Jahren. Insgesamt war Gentner von 2007 bis 2010 für Wolfsburg aktiv. Anschließend spielte er bis zum Sommer für den VfB Stuttgart - und ist nun in Berlin-Köpenick gelandet. Das Ziel mit Union ist dabei klar: Der Klassenerhalt. Trotz der bislang recht dürftigen Bilanz von vier Punkten aus sechs Begegnungen bleibt Gentner aber positiv. „So eine Negativserie kann sich ziehen, man darf aber nicht alles in Frage stellen“, sagte er: „Es gibt nichts zu beschönigen, aber auch keinen Grund in Panik zu verfallen.“

Gentner ist in der Mannschaft von Trainer Urs Fischer schnell zu einer wichtigen Stütze geworden und spielte die letzten beiden Begegnungen im Mittelfeld durch. „Er vermittelt der Mannschaft ein gewisses Gleichgewicht. Gegen Frankfurt hat er das sehr gut gemacht“, sagte der Schweizer Fischer. Gentners große Erfahrung in der Bundesliga sei wichtig, jedoch müssten auch die anderen Profis im Mittelfeld mitziehen und ihn unterstützen. „Sonst geht es nicht.“

Erst ein Spiel konnte Union im Premierenjahr in der Bundesliga gewinnen - ausgerechnet gegen Vizemeister Borussia Dortmund. Nun erwartet Gentner und Co. in Wolfsburg „eine schwierige Aufgabe“, wie es Fischer formuliert: „Sie machen einen sehr stabilen Eindruck. Sie lassen hinten wenig zu und sind sehr gefährlich nach vorne.“

Mit bislang nur vier Gegentreffern hat Wolfsburg die stärkste Abwehr der Liga, Union musste schon zwölf Tore hinnehmen. „Ich bin mit der Art und Weise der Mannschaft zufrieden“, sagte Fischer trotzdem. Mit den Resultaten zuletzt sei aber niemand zufrieden. Die Berliner müssten nun dringend Punkte einfahren: „Wir müssen 90 Minuten viel dafür aufwenden, dass wir das Spiel mitgestalten können.“

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