Gehaltsverzicht: VDV fordert sachlichen Umgang

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Ulf Baranowsky
Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV). (Foto: David-Wolfgang Ebener / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Geschäftsführer Ulf Baranowsky von der Spielergewerkschaft „Vereinigung der Vertragsfußballspieler“ (VDV) hat sich für einen sachlichen Umgang mit der Forderung nach Gehaltsverzicht der Bundesliga-Profis ausgesprochen.

„Viele Spieler sind den Klubs bereits entgegengekommen und haben teilweise auch Spenden für Bedürftige angekündigt. Ich werbe für Sachlichkeit, denn es geht darum, eine Pandemie zu besiegen und gleichzeitig wirtschaftliche Probleme zu lösen“, sagte Baranowsky der „Mitteldeutschen Zeitung“.

Eine Lösung sei nicht durch öffentlichen Druck auf bestimmte Berufsgruppen zu schaffen, betonte der Gewerkschafter. Es müssten seriöse Hilfsszenarien durch vernünftige Gespräche entwickelt werden. „Jeder muss für sich entscheiden, was er leisten kann und will. Es wäre aber völlig unangemessen, wenn einer vorgibt, was wer zu tun hat“, erklärte Baranowsky. Für ihn sei es nachvollziehbar, wenn Hilfsbereitschaft nicht an die große Glocke gehängt wird. „Häufig passiert sehr viel Gutes im Stillen. Deshalb bringt uns eine öffentliche Diskussion über Gehaltsverzicht Einzelner nicht weiter“, sagte Baranowsky.

Der VDV-Geschäftsführer führte zudem aus, dass Clubs nicht willkürlich Gehälter ihrer Spieler kürzen können. Auch eine Kündigung befristeter Verträge sei nicht möglich. „Die Vereine sind darauf angewiesen, einvernehmliche Lösungen zu finden. Wenn Vereine die Problematik vernünftig darstellen, ist es etwas ganz anderes, als wenn man mit fragwürdigen Drohungen agiert“, äußerte Baranowsky.

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