Göring sorgt als Vierter für Erstaunen

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Deutsche Presse-Agentur

Alle staunten über Franz Göring, der Zella-Mehliser aber am meisten über sich selbst. Beim Langlauf-Sprint im russischen Rybinsk kam der Thüringer auf einen unglaublich anmutenden vierten Platz.

Im Finale musste sich der Distanzläufer bei seinem besten Saisonresultat lediglich Renato Pasini aus Italien und den Russen Alexej Petuchow und Anton Gafarow (Russland) geschlagen geben. Bei den Frauen setzte sich Pirjo Muranen (Finnland) vor den Italienerinnen Arianna Follis und Magda Genuin durch. Die deutschen Läuferinnen waren bereits in der Qualifikation gescheitert.

„Franz hat sauber gekämpft und nun auch aufsteigende Form nachgewiesen“, sagte Bundestrainer Jochen Behle. Angesichts von 18,5 Grad unter Null hatten alle Norweger auf einen Start verzichtet und damit erst den Sturmlauf von Göring ermöglicht. Zudem hatte er in seinem Viertelfinale Glück, dass zwei vor ihm laufende Sprinter zu Sturz kamen. „Aber das gehört auch zum Sprint, man muss auch mal Glück haben“, sagte Behle. Göring selbst freute sich über die endlich geschaffte WM-Norm. „Das war unheimlich wichtig für mich. Ich fühle mich gut“, sagte er.

Über die Frauen wollte Behle keine großen Worte verlieren. „12 Sekunden Rückstand in der Qualifikation ist indiskutabel“, meinte der Coach, der vorsorglich auf Stefanie Böhler (Ibach) verzichtet hatte. Nachdem sie am Tag zuvor Platz drei im Massenstart-Rennen erreicht hatte, spürte sie eine Erkältung. „Sie darf jetzt nicht krank werden, deshalb läuft sie am Sonntag auch die Doppelverfolgung nicht. Wenn die Temperaturen so bleiben, werden auch Claudia Nystad und Katrin Zeller nicht starten, die nach Erkrankungen ja hier erst ihre ersten Wettkämpfe bestreiten. Das Risiko vor der WM ist mir zu groß“, meinte Behle.

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