Friedrichshafener Volleyballer im CL-Viertelfinale

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Deutsche Presse-Agentur

In der Bundesliga gibt der VfB Friedrichshafen in dieser Saison nicht wie gewohnt den Ton an, im europäischen Konzert der Großen spielt der deutsche Volleyball-Meister als Viertelfinal-Teilnehmer aber mit.

„Unser Ziel war es, die nächste Runde zu erreichen. Und das haben wir geschafft“, sagte Cheftrainer Stelian Moculescu nach dem Einzug in die Runde der letzten Acht der Champions League. Nach dem 3:1-Auswärtssieg im Hinspiel beim fünffachen belgischen Titelträger Knack Randstad Roeselare reichte dem deutschen Rekordchampion vor 3600 Zuschauern selbst eine 2:3 (25:16, 22:25, 25:22, 22:25, 11:15)-Heimniederlage, damit der VfB weiter vom zweiten Erfolg in der Königsklasse nach 2007 träumen darf.

Angesichts des Abrutschens auf Rang drei in der Bundesliga gab der neunte Viertelfinal-Einzug bei elf Champions-League-Teilnahmen neues Selbstbewusstsein. „Das ist eine wirklich beeindruckende Leistung, weil wir gegenüber den anderen europäischen Topclubs auf ein weit geringeres Budget zurückgreifen können“, sagte VfB-Manager Stefan Mau. In der Bundesliga muss der neunmalige deutsche Meister auf Ausrutscher von Spitzenreiter SCC Berlin sowie des Tabellen-Zweiten Generali Haching hoffen.

Im Kampf um den Einzug ins Final Four der Champions League trifft der VfB am 4. März zunächst zu Hause auf Iraklis Thessaloniki. Das Team des Ex-Friedrichshafeners Simon Tischer gewann nach dem 3:0- Erfolg im Hinspiel gegen Vitoria Guimaraes mit 3:2. Das Rückspiel findet acht Tage später statt. „Thessaloniki hat ein gutes Team, und Simon kennt uns, das ist eine Gefahr“, sagte VfB-Akteur Juliano Bendini.

Friedrichshafens unbändigen Siegeswillen gegen Roeselare verkörperte am stärksten Georg Grozer. Bei einem 1:1-Satzgleichstand knickte der Diagonalangreifer so unglücklich um, dass er wegen des Verdachts auf Bänderriss im Fußgelenk untersucht wurde. Doch Grozer biss die Zähne zusammen und legte mit neun seiner 19 Punkte den Grundstein zum Gewinn des dritten Satzes. „Es war meine Entscheidung, weiterzuspielen“, sagte Grozer. „Ich wollte auf keinen Fall vom Feld, bis die zwei Sätze nicht gewonnen waren. Zur Not hätte ich auch noch weitergespielt.“

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