Friedrich vor neuem Job bei Hertha: „Eine andere Position“

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Arne Friedrich
Könnte bei Hertha BSC zum Sportdirektor aufsteigen: Arne Friedrich. (Foto: Andreas Gora / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Florian Lütticke und Benjamin Siebert

Seinen Job mit dem etwas sperrigen Titel Perfomance Manager von Hertha BSC beschrieb Arne Friedrich einmal als Verbesserer.

„Wir haben in allen Bereichen Steigerungspotenzial“, verkündete der frühere Nationalspieler nach gut sechs Wochen bei den Berlinern im US-Wintertrainingslager. Und auch wenn der Hauptstadtclub das Kapitel Jürgen Klinsmann, der seinen früheren Schützling mit zur Hertha gebracht hatte, längst lieber wieder vergessen würde, steht Friedrich nun selbst vor einem Aufstieg.

Manager Michael Preetz kündigte an, dass der 40-Jährige eine neue Aufgabe bekommen soll. „Wir werden uns mit Arne bald über die auslaufende Vereinbarung unterhalten“, sagte der Sport-Geschäftsführer der „Bild“. „Wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit, würden gerne mit Arne weitermachen und ihn auf eine andere Position heben.“

Auf Drängen von Klinsmann war die ursprüngliche Stelle für den früheren Hertha-Kapitän geschaffen worden. Als Bindeglied zwischen Geschäftsleitung und Mannschaft sollte Friedrich fungieren - und überraschte die Öffentlichkeit dabei auch mit anderen Ansätzen. So hat der gebürtige Ostwestfale beispielsweise Kontakte zu amerikanischen Elitesoldaten und untersuchte deren Trainingsmethoden, die auch Unterwasser stattfinden.

Nun könnte der Ex-Verteidiger als Sportdirektor weitere Kompetenzen erhalten. „Mit Arne habe ich einen sehr engen Austausch. Er ist ja bei uns schon jeden Tag auf dem Trainingsplatz, soll als Bindeglied zwischen Mannschaftskabine und Club-Führung fungieren“, sagte Preetz.

Der Manager muss in den schwierigen Zeiten der Coronavirus-Pandemie zudem auch die offene Trainerfrage für die kommende Saison klären. Dass Klinsmann-Assistent Alexander Nouri keine Option für die kommende Spielzeit ist, stellte Preetz während der derzeitigen Unterbrechung klar. Einen öffentlichen Zeitrahmen für die Verkündung eines Nachfolgers wollte der 52-Jährige aber nicht setzen. „Es ist die wichtigste Entscheidung, weil es der wichtigste leitende Angestellte in einem Klub ist und natürlich ist es hilfreich, wenn diese Entscheidung sitzt“, sagte Preetz bei Sky.

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