Freiburg stürmt Richtung Bundesliga - MSV patzt

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Deutsche Presse-Agentur

Doppelter Jubel in Freiburg, Ernüchterung in Mainz: Spitzenreiter SC Freiburg ist der Konkurrenz weiter enteilt und der Rückkehr in die deutsche Eliteklasse nach vier Jahren in der 2. Fußball-Bundesliga ein gutes Stück nähergekommen.

Die Breisgauer machten beim 2:1 gegen Alemannia Aachen ihren sechsten Sieg in Serie perfekt und durften sich zudem über den Heim-Patzer des FSV Mainz 05 freuen. Der Pokalschreck kam gegen den FC Augsburg nur zu einem 1:1 und musste den zweiten Rang an Greuther Fürth abgeben, das Rot-Weiß Oberhausen mit 3:1 bezwang. Ganz unten versinkt derweil Hansa Rostock immer tiefer im Abstiegsstrudel, nun soll Coach Andreas Zachhuber anstelle des glücklosen Dieter Eilts die Rettung schaffen.

Auch der MSV Duisburg hat im Aufstiegskampf einen Rückschlag hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Peter Neururer kam im Verfolger-Duell gegen den 1. FC Nürnberg nicht über ein 2:2 (0:0) hinaus.Vor 15 054 Zuschauern in der MSV-Arena blieben die Hausherren zwar auch in ihrem zehnten Match nacheinander ohne Niederlage, konnten aber keinen Boden auf die Teams an der Tabellenspitze gut machen. Cedrick Makiadi (71. Minute) und Dorge Rostand Kouemaha (90.+3) waren für Duisburg erfolgreich, Isaac Boakye (75.) und Albert Bunjaku (89.) hatten für die zwischenzeitlichen Führungen des „Club“ gesorgt.

„Das sind entscheidende Siege“, freute sich SC-Trainer Robin Dutt über den späten Erfolg, bei dem Tommy Bechmann in der 88. Minute für die Erlösung gesorgt hatte. Ömer Toprak (11. Minute) hatte Freiburg in Front gebracht, Lukasz Szukala (61.) glich aus. Elf Spieltage vor Schluss hat Dutts Mannschaft damit mit sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz schon ein komfortables Polster. „Wir wollen auf Spannung bleiben und das Ding durchziehen“, sagte Dutt. Fünf Tage nach dem Pokal-Feiertag gegen Schalke 04 gab es in Mainz lange Gesichter. Aristide Bancé rettete (79.) immerhin einen Punkt. Die Gäste waren durch ein Abseits-Tor von Mark Prettenthaler (23.) in Front gegangen. „Der Ball ist einfach nicht ins Tor gegangen“, klagte Mainz-Keeper Dimo Wache. „Aber wir hatten drei Spiele in zehn Tagen.“

Jubeln durfte Fürth: Lange mussten die Franken dem Tor von Mike Terranova hinterlaufen, doch mit dem Doppelschlag von Leonhard Haas (66.) und Sami Allagui (67.) sowie dem Treffer von Cidimar (89.) drehten sie die Partie. „Der Sieg hat drei Punkte gebracht, aber noch nicht den Aufstieg“, sagte Torjäger Allagui.

Seinen zweiten Sieg im zweiten Spiel feierte Trainer Uwe Wolf beim 3:2 von TSV 1860 München beim FC Ingolstadt. Für 1860 waren Benjamin Lauth (2.), Markus Thorandt (36.) und Lars Bender (41.) erfolgreich. Für die Hausherren, bei denen Daniel Jungwirth per Foulelfmeter (28.) und Steffen Wohlfarth (34.) trafen, wird es im Abstiegskampf immer enger. Einen Sieg durfte nach der Trennung von Christian Wück Interimscoach Bernd Heemsoth feiern, der mit Rot Weiss Ahlen dank des Tores von Marco Reus (40.) SV Wehen Wiesbaden bezwang.

Trotz einer 2:0-Führung stand Hansa am Ende beim 2:3 beim FC St. Pauli mit leeren Händen da - und Eilts nach nur 104 Tagen im Amt ohne Job. Nun soll Zachhuber Rostock retten. „Ende Mai wird abgerechnet. Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir die Klasse halten“, sagte der 46-Jährige. Überschattet wurde das Derby von schweren Ausschreitungen: „So was macht einen gelungenen Fußball-Abend kaputt“, klagte St. Pauli-Coach Holger Stanislawski. Mit dem vierten Sieg in Serie konnte sich Koblenz beim 3:0 gegen Osnabrück Luft im Abstiegskampf verschaffen. Drei Punkte gegen den Abstieg konnte auch der FSV Frankfurt mti dem 1:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern feiern.

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