Freiburg ist Spitze, Tore-Gala in Fürth

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Deutsche Presse-Agentur

Freiburg ist vorne, Fürth feiert - mit einer glanzvollen Tore-Gala beim Rückrundenauftakt in der 2. Fußball- Bundesliga ist die SpVgg Greuther Fürth ins Aufstiegsrennen zurückgekehrt.

Die Tabellenführung mussten die als unaufsteigbar geltenden Franken trotz des 6:1-Derby-Schützenfestes gegen den FC Ingolstadt aber dem SC Freiburg überlassen. Mit dem ungefährdeten 2:0 beim TSV 1860 München übernahmen die Breisgauer zumindest für 30 Stunden die Tabellenspitze. Allerdings können der 1. FC Kaiserslautern und der FSV Mainz 05, die sich im Gipfeltreffen des 18. Spieltags gegenüberstehen, die Rangfolge auf den Aufstiegsplätze wieder durcheinander wirbeln.

Alemannia Aachen verpasste mit der 0:1-Niederlage bei Pokalschreck SV Wehen Wiesbaden ebenso den Anschluss an die Spitzengruppe wie der 1. FC Nürnberg und der FC Augsburg, die sich am Freitag mit einem torlosen Remis getrennt hatten, und der FC St. Pauli, der im Nordderby am Freitag in Osnabrück 2:2 spielte. Im Tabellenkeller war neben Wehen der FSV Frankfurt der große Gewinner. Mit dem 4:0 gegen Rot Weiss Ahlen reichte der FSV den letzten Platz an TuS Koblenz (0:0 am Freitag in Oberhausen) weiter. Hansa Rostock steckt nach der bittere 0:1-Pleite im Duell der Bundesliga-Absteiger mit dem MSV Duisburg in immer größerer Abstiegsnot.

Im Fürther Ronhof kamen die 6600 Zuschauern nicht aus dem Staunen heraus. Torjäger Sami Allagui mit seinen Saisontreffern zwölf und 13, Stefan Reisinger (2), Leo Haas und Charles Takyi führten das Team von Trainer Benno Möhlmann zum höchsten Saisonsieg und erstmals seit über vier Jahren wieder an die Tabellenspitze. Einziger Schönheitsfehler bei der Fürther Party war das Gegentor von Valdet Rama. Auch Freiburg unterstrich seine Aufstiegsambitionen. Ömer Toprak (27.) und Julian Schuster (62.) trafen vor 21 800 Zuschauern in der Münchner Allianz Arena, wo die „Löwen“ mit dem enttäuschenden Neuzugang Sascha Rösler seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen haben.

Im Tabellenkeller landeten der Frankfurt und Wehen Wiesbaden wichtige Siege. Der FSV holte im Aufsteigerduell mit Ahlen nach Treffern von Youssef Mokhtari, Matias Esteban Cenci, Neuzugang Gennadi Blisnjuk und David Ulm den höchsten Saisonsieg. In Wiesbaden feierte Trainer Wolfgang Frank nach dem Pokalsieg gegen den Karlsruher SC ein erfolgreiches Zweitliga-Comeback. Der in der Winterpause aus Kaiserslautern gekommene Marcel Ziemer (45.) schoss das Tor des Tages. Im Rostock bejubelte der noch ungeschlagene Trainer Peter Neururer seinen Torschützen Markus Brzenska, der zehn Minuten vor Spielende den verdienten MSV-Sieg perfekt machte. Bei Hansa lief alles schief - in der 33. Minute vergab Martin Retov sogar einen Foulelfmeter.

Der 1. FC Nürnberg setzt unterdessen seinen Jugendstil fort. Einen Tag nach dem torlosen Remis beim FC Augsburg erledigte der „Club“ gleich zwei zukunftsweisende Personalien. Der am Saisonende auslaufende Vertrag mit dem 43-jährigen Trainer Michael Oenning wurde um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2011 verlängert. FCN Präsident Michael A. Roth freute sich über die weitere Zusammenarbeit mit einem „Trainer aus der jungen Garde.“ Ein weiteres Zeichen für die Zukunft setzten die Franken mit der Vertragsverlängerung des 22-jährigen Mike Frantz, der seinen noch bis Sommer 2010 gültigen Kontrakt vorzeitig bis Saisonende 2013 verlängerte.

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