Freiburg in der 2. Liga wieder an der Spitze

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Deutsche Presse-Agentur

Jubel bei Freiburg, Mainz, Lautern und Aachen, Frust in Nürnberg - im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga sind die Karten neu gemischt worden.

Der SC Freiburg hat dank „Edeljoker“ Witali Rodionow den fünften Auswärtssieg gefeiert und den Sprung zurück an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga geschafft. Mit seinem Tore-Doppelpack in der 64. und 75. Minute sorgte der eingewechselte Weißrusse im Spiel beim abstiegsbedrohten FC Hansa Rostock für den 3:1 (1:1)-Erfolg der Breisgauer, die mit 39 Punkten die Führung vor der SpVgg Greuther Fürth und dem FSV Mainz 05 (je 36) übernahmen. Vor 7 000 Zuschauern im Ostsee-Stadion hatten zuvor Tommy Bechmann (3.) für den SCF und Mario Fillinger (16.) zum 1:1 für die Rostocker getroffen, die weiter auf Abstiegskurs steuern.

Der FSV Mainz 05 kehrte nach vier Spielen ohne Sieg mit dem 3:1 beim VfL Osnabrück auf Erfolgskurs zurück, auch der 1. FC Kaiserslautern wahrte mit dem 2:0 gegen den FC Ingolstadt seine Aufstiegsambitionen. Der große Verlierer des 20. Spieltags war der 1. FC Nürnberg. Die Aufstiegshoffnungen des „Club“ erhielten beim 2:6-Debakel in Aachen einen herben Dämpfer, wogegen die Alemannia den Anschluss an die Aufstiegsplätze herstellte. „Wir haben heute viel Lehrgeld bezahlt, aber die junge Mannschaft muss an solchen Ergebnissen wachsen“, stellte der enttäuschte FCN-Trainer Michael Oenning nach dem Schlusspfiff fest.

Während das Verfolgerduell zwischen dem FC Augsburg und dem MSV Duisburg mit 1:1 endete, stoppte 1860 München nach den Turbulenzen unter der Woche mit dem 2:1 gegen Rot Weiss Ahlen die schwarze Serie von fünf Heimspielen ohne Sieg. 1860-Coach war aber nur halbwegs zufrieden: „Das Ergebnis ist gelungen, das Fußballerische nicht. Die drei Punkte waren aber enorm wichtig“. Bereits am Freitag hatte die SpVgg Greuther Fürth trotz der Nullnummer gegen den FSV Frankfurt die Tabellenführung übernommen, doch der SC Freiburg eroberte Platz eins mit dem 3:1-Erfolg im Montagsspiel bei Hansa Rostock zurück.

An der Bremer Brücke in Osnabrück ging der VfL durch Gaetano Manno (3. Minute) in Führung, danach stellten Markus Feulner (20.), Delron Buckley (32.) und Miroslav Karhan (66./Handelfmeter) den FSV-Sieg sicher und brachten den Gegner in arge Abstiegsgefahr. Dank ihrer Heimstärke mischen auch die zu Hause ungeschlagenen Lauterer im Aufstiegskampf weiter kräftig mit. Anel Dzaka (11.) und Josh Simpson (79.) stellten den glanzlosen Erfolg sicher.

Sechs Tage nach dem überzeugenden 3:0-Sieg gegen Kaiserslautern kamen die zuvor acht Spiele lang unbesiegten Nürnberger auf dem Aachener Tivoli böse unter die Räder und kassierten die höchste Zweitliga-Niederlage seit fast zehn Jahren. „Wir sind keinen Schritt weiter gekommen, deshalb müssen wir die nächsten zwei Heimspiele gewinnen“, sagte Trainer Oenning zu den Aufstiegschancen. Aachen nutzte die Schwächen in der überforderten Youngster-Abwehr des FCN eiskalt aus. Der 18-jährige Lewis Holtby per Doppelpack, Mirko Casper, Benjamin Auer, Szilard Nemeth und Christian Fiel brachten Aachen bis auf vier Punkte an die Aufstiegsplätze heran. Für den desolaten FCN traf Isaac Boakye zwei Mal.

Duisburg kam in Augsburg mit einem blauen Auge davon und ist nach dem glücklichen Punktgewinn seit sieben Spielen unbesiegt, verpasste aber den Anschluss an die Spitzenränge. Nach der MSV-Führung durch Marcel Heller (39.) gelang Mourad Hdiouad (39.) der Ausgleich für die klar überlegenen, aber im Abschluss schwachen Augsburger. Die Münchner „Löwen“ fanden nach dem geplatzten Millionendeal mit einem Berliner Investor und dem Chaos um die Vereinsführung sportlich wieder in die Erfolgsspur zurück. Kapitän Daniel Bierofka, der bereits nach 20 Sekunden einköpfte, und Winter-Neuzugang Antonio Rukavina (69.) trafen für 1860. „Das war ein grausames Spiel, vor allem von meiner Mannschaft“, sagte Ahlen Trainer Christian Wück.

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