Freiburg baut Führung aus - Hansa 3:3 in Aachen

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Deutsche Presse-Agentur

Der SC Freiburg hat die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga verteidigt. Zum Auftakt des 19. Spieltags besiegten die Breisgauer den VfL Osnabrück mit 4:1 (1:0) und bauten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf 36 Punkte aus.

Alemannia Aachen verpasste mit dem glücklichen 3:3 (0:1) gegen Hansa Rostock den Anschluss an die Aufstiegsplätze, während die auswärts noch sieglosen Hanseaten durch das unglückliche Remis nach 3:1- Führung weiter in aktuter Abstiegsgefahr schweben. Die seit vier Spielen sieglose TuS Koblenz bleibt nach der schmerzhaften 1:3 (1:2)- Heimpleite im Keller-Gipfel gegen den FSV Frankfurt Tabellenletzter.

Hansa-Sportdirektor Herbert Maronn hatte seiner Mannschaft vor Spielbeginn am Aachener Tivoli in eindringlichen Worten die „sehr kritische Situation“ vor Augen geführt - und das Team von Trainer Dieter Eilts präsentierte sich gegenüber den vergangenen Partien wie ausgewechselt. Mit Fin Bartels und dem erst 17-jährigen Felix Kroos als neues Sturmduo trumpfte der Bundesliga-Absteiger vor 18 726 Zuschauern groß auf, doch aus dem ersten Auswärtssieg wurde es nichts. „Wir sind maßlos enttäuscht, denn wir haben ein tolles Spiel abgeliefert“, stellte Eilts nach dem bitteren Remis fest.

Kapitän Martin Retov (31.) mit einem Traumtor und Bartels (50./76.) per Doppelpack hatten Rostock drei Mal verdient in Führung geschossen, doch die in der zweiten Halbzeit in Unterzahl spielenden Aachener retteten durch Benjamin Auer (52.), Lewis Holtby (81.) und Hrvoje Vukovic (87.) ihrem Team einen Punkt. Die Aufstiegsambitionen der Alemannia erhielten mit dem ersten Heim-Remis allerdings einen Dämpfer. Zudem wird Jerome Polenz einige Spiele fehlen - der Ex- Bremer sah nach einem groben Foul an Bartels (45.) Rot. „Wir kommen im Moment mit dem Druck von außen nicht ganz klar“, meinte Aachens Trainer Jürgen Seeberger.

Spitzenreiter Freiburg, bei dem Neuzugang Witali Rodionow aus Weissrussland ein gelungenes Heimdebüt feierte, stellte mit dem siebten Sieg vor eigenem Publikum seine Heimstärke unter Beweis. Der Däne Tommy Bechmann (40.), Rodionow (47.), Julian Schuster (69.) und Daniel Schwaab (79.) stellten vor 10 751 Zuschauern den überzeugenden Sieg der Breisgauer sicher.

„Es hat lange gedauert, bis wir den Osnabrücker Abwehrriegel knacken konnten“, sagte SCF-Trainer Robin Dutt und genoss die Tabellenführung: „Es ist schön, da oben zu stehen.“ Der VfL, für den Gaetano Manno (68.) traf, ist nach der sechsten Auswärtsniederlage endgültig im Abstiegskampf angekommen.

Im kampfbetonten Kellerderby vor 6977 Zuschauern in Koblenz lag Frankfurt zur Halbzeit durch einen Doppelschlag von Markus Kreuz (35.) und Matias Cenci (38.) überraschend in Front, nachdem Emmanuel Krontiris (27.) die TuS in Führung gebracht hatte. Im zweiten Durchgang fehlten Koblenz die spielerischen Mittel, um den geschickt verteidigenden FSV in Gefahr zu bringen. Ein Kontertor durch Amir Shapourzadeh (85.) machte Frankfurts ersten Auswärtssieg perfekt.

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