Frankfurter Fußballer unterstützen Hanau-Gedenken

Amin Younes
Frankfurts Amin Younes hält ein Trikot mit dem Porträt von Fastih Sarancoglu, einem der Opfer des Hanauer Terroranschlags vor einem Jahr. (Foto: Arne Dedert / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Fußballer von Eintracht Frankfurt haben beim Bundesliga-Spiel gegen Rekordmeister FC Bayern das Gedenken an die Opfer des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau vor einem Jahr unterstützt.

Zunächst trug das Team beim Aufwärmen Bilder und Namen der Getöten auf ihrer Trainingskleidung. Später feierte Amin Younes mit einem Shirt mit dem Porträt von Fatih Saraçoğlu, einem der Opfer, seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen die Münchner.

„Wir wollten mit den T-Shirts nicht nur Statistiken zeigen, sondern die Gesichter der Opfer. Daran wollten wir erinnern: Nicht vergessen bedeutet, es nicht erneut geschehen zu lassen“, sagte Eintracht-Präsident Peter Fischer dem TV-Sender Sky zu der Aktion. „Sich gegen Rassismus, Hass, Antisemitismus und Homophobie zu stellen, steht bei der Eintracht in der Satzung und wird von uns auch so gelebt“, fügte der 64-Jährige hinzu.

Der 43-jährige Deutsche Tobias R. hatte am Abend des 19. Februar 2020 neun Menschen mit ausländischen Wurzeln an mehreren Orten in Hanau erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter und anschließend sich selbst tötete. Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.

Die Eintracht schloss sich dem Aufruf „SayTheirNames“ der „Initiative 19. Februar Hanau“ an. Man wolle „aus Überzeugung in die gemeinsame Haltung Seite an Seite mit den Hinterbliebenen“ stehen, teilte der Club mit.

© dpa-infocom, dpa:210220-99-524020/2

Mitteilung der Eintracht

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Jetzt freie Corona-Impftermine in Ihrer Region finden

Mehr holprig als reibungslos läuft seit einigen Wochen die Corona-Impfkampagne in ganz Deutschland. Vornehmlich alte oder pflegebedürftige Menschen werden in den meisten Bundesländern zuerst geimpft.

Doch selbst wer zur aktuellen Zielgruppe gehört, hat es gerade schwer, einen Termin zu bekommen. Regionale Impfzentren haben - wenn überhaupt - nur wenige freie Termine, die schnell vergeben sind. Daneben fällt es schwer zu verstehen, welche Alternativen zum Impfzentrum vor Ort es noch gibt.

Am Montag geöffnet, am Freitag schon wieder zu: Die Kinder der Grundschule Achberg müssen nun wieder von Zuhause aus lernen – un

Südafrikanische Mutation: Ein Kind positiv getestet, 150 Achberger in Quarantäne

In Achberg droht sich die Infektionslage zuzuspitzen: Seit Samstag sind 150 Menschen in Quarantäne. Nachdem ein Schulkind an Corona erkrankt ist und zahlreiche Lehrkräfte als Kontaktpersonen gelten, musste die Schule am Freitag geschlossen werden (die LZ berichtete). Jetzt steht fest: Das Kind hat sich mit der südafrikanischen Mutation infiziert. Auch eine Lehrerin ist infiziert, ob auch hier eine Mutation vorliegt, steht noch nicht fest.

Der Fall ist relativ komplex.

 Sebastian Freytag

Nach schlaflosen Nächten und deprimierenden Zahlen bereitet Klinikum Normalbetrieb vor

Die Coronazahlen im Kreis Tuttlingen haben sich beruhigt, die Inzidenzzahlen fallen. Wie wirkt sich das auf den Klinikbetrieb aus? Redakteurin Ingeborg Wagner hat sich mit Sebastian Freytag, Geschäftsführer des Klinikums Landkreis Tuttlingen, darüber unterhalten.

Herr Freytag – heißt das, dass Sie im Klinikum langsam wieder auf Normalbetrieb umsteigen können?

Ja, das ist so. Wir waren seit November gezwungen, den Betrieb in Spaichingen weitgehend zu reduzieren.

Mehr Themen