Florschütz im Zweierbob Zweiter in Park City

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Deutsche Presse-Agentur

Thomas Florschütz und sein Anschieber Marc Kühne sind beim Weltcup-Finale im Zweierbob in Park City auf Rang zwei gefahren. In 1:36,68 Minuten hatte das Duo aus Riesa nur 17/100 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Russen Alexander Subkow.

Dritter wurde der Schweizer Beat Hefti, der somit auch den Gesamt-Weltcup im kleinen Schlitten gewann. Weltmeister und Olympiasieger André Lange aus Oberhof landete mit Ersatzanschieber Rene Hoppe auf Rang sechs. Der Königsseer Karl Angerer wurde mit Gregor Bermbach Elfter.

Mit 1581 Punkten siegte Hefti in der Gesamtwertung vor Lange, der auf 1501 Zähler kam. Dritter wurde Florschütz mit 1453 Punkten. Allerdings fuhr der WM-Zweite nur sieben von acht Saison-Rennen und musste den Heim-Weltcup in Altenberg aus teaminternen Gründen auslassen.

„Erneut aufs Podest und somit eine erfolgreiche Weltcup-Saison im kleinen Schlitten abgeschlossen, jetzt kann die WM kommen“, meinte Florschütz, der im zweiten Durchgang Laufbestzeit fuhr und somit den Schweizer Hefti noch um 1/100 Sekunde auf Rang drei verdrängte. Der Eidgenosse konnte damit aber gut leben, denn bislang schaffte es noch kein Pilot, ohne Weltcup-Erfahrung auf Anhieb die Kristallkugel zu gewinnen.

„Wenn mir das einer vor dem Winter gesagt hätte, hätte ich es für einen schlechten Witz gehalten“, meinte der 31-jährige Hefti, der 2007 als „Fahrschüler“ erstmals auf der Olympia-Bahn von 2002 fuhr. „Auch wenn es eine Weile her war, so hat mir jene Woche sehr geholfen“, betonte der früherer Anschieber, dessen ehemaliger Pilot Martin Annen zuletzt 2004/2005 den Gesamt-Weltcup im kleinen Schlitten für die Schweiz gewann.

Für André Lange bleibt auch nach dem Weltcup-Finale die Erkenntnis, dass er ohne seine Stammanschieber Kevin Kuske, der sich in Kienbaum speziell auf die Weltmeisterschaft kommender Woche in Lake Placid vorbereitet, wenig Siegchancen hat. „Wir haben am Start fast zwei Zehntel Sekunden Rückstand auf die Schweizer. Daher freue ich mich auf die Rückkehr meines Rennpferdes Kevin Kuske und dann greifen wir in Lake Placid wieder an“, sagte Lange.

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