Florian Wellbrock: „Erfolge machen Lust auf mehr“

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Florian Wellbrock
Freut sich auf die deutschen Kurzbahn-Meisterschaften der Schwimmer: Florian Wellbrock. (Foto: Bernd Thissen/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Interview: Christian Kunz und Thomas Eßer

Europameister, Weltmeister - und bei Olympia? Nach Doppel-Gold bei der WM im Sommer ist Florian Wellbrock die große Hoffnung der deutschen Schwimmer für die Sommerspiele in acht Monaten in Tokio.

„Die Erfolge machen natürlich Lust auf mehr. Wenn man Europameister wird und ein Jahr später Weltmeister - dann möchte man auch unbedingt eine Medaille bei den Olympischen Spielen gewinnen“, sagte der 22-Jährige in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Erst einmal stehen von diesem Donnerstag an die deutschen Kurzbahn-Meisterschaften auf dem Programm.

Wie schön ist es für Sie als Doppel-Weltmeister, sich bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Berlin zu zeigen?

Florian Wellbrock: Das ist sehr schön, denn gerade in dem Berliner Becken fühle ich mich sehr wohl. Wir kommen direkt aus dem Höhentrainingslager und da ist es interessant, was ich aus dem vollen Training heraus schwimmen kann. Die EM in Glasgow lasse ich dagegen aus. Eine EM muss man im olympischen Jahr auf der Kurzbahn nicht unbedingt mitmachen. Da kann man die Zeit besser nutzen.

Was haben die WM-Erfolge mit Ihnen gemacht, wie haben Sie sich verändert?

Wellbrock: Sportlich haben mich die Erfolge ein Stück selbstsicherer gemacht, aber auch ein bisschen lockerer. Ich werde von den Konkurrenten jetzt ganz anders wahrgenommen und das ist ein schöneres Miteinander. Man spricht mehr miteinander und schreibt sich in Sozialen Netzwerken, viel Smalltalk, alles auf einer lockeren Basis.

Der Spaß dürfte durch die WM nicht weniger geworden sein.

Wellbrock: Die Erfolge machen natürlich Lust auf mehr. Wenn man Europameister wird und ein Jahr später Weltmeister - dann möchte man auch unbedingt eine Medaille bei den Olympischen Spielen gewinnen. Da liegt der Fokus drauf, weil mir das noch fehlt. Und es macht Spaß, dafür tagtäglich zu arbeiten.

Neben der Freude bringen die Erfolge aber auch Druck mit sich. Wie gehen Sie damit um?

Wellbrock: Den spüre ich nicht so wirklich. Ich sehe das, was ich mache, als Leidenschaft, als Hobby und habe tatsächlich Spaß daran. Auch im Training. Ich mache das mit meinen Freunden und habe eine harmonische Trainingsgruppe. Das passt alles und deswegen spüre ich keinen Druck, dass ich mich anderen Leuten beweisen muss. Ich mache das für mich.

ZUR PERSON: Florian Wellbrock (22) glückte bei der WM im Sommer durch Gold im Freiwasser und im Becken ein einzigartiger Coup. Er ist die große Hoffnung auf die erste olympische Beckenmedaille deutscher Schwimmer seit 2008.

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