Festspiel-Start in der „Burg“: Eintracht fordert Arsenal

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Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt startet mit einem Heimspiel gegen den FC Arsenal in die Europa League. (Foto: Matthias Balk / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Patrick Reichardt und Andreas Schirmer

Für die Europa-Spezialisten von Eintracht Frankfurt beginnt mit dem Auftakt-Knaller gegen den FC Arsenal die schönste Zeit des Jahres.

Internationale Spiele, grenzenlose Begeisterung der Fans, faszinierender Fußball: Wenn es am 19. September (18.55 Uhr/DAZN) gegen die Gunners ohne den in London gebliebenen Ex-Nationalspieler Mesut Özil losgeht, soll möglichst viel so sein wie im Vorjahr, als aus Frankfurts Europa-League-Tour ein überraschender Durchmarsch ins Halbfinale wurde. „Wir haben natürlich eine Burg in Frankfurt. Die muss auch erstmal Arsenal knacken“, kündigte Vorstand Axel Hellmann vor dem Festspiel-Start am Main selbstbewusst an.

Auch Trainer Adi Hütter war die Vorfreude am Tag vor dem Startschuss sichtlich anzumerken. „Es gibt nichts Schöneres, als gegen den Favoriten Arsenal zu starten“, sagte der Österreicher. Die Meriten aus dem Vorjahr sollen für die neue Mission keine allzu große Rolle spielen. „Man sollte sich nicht zu lange in der Vergangenheit aufhalten. Jeder weiß, wie gut das tut, mit einem Sieg zu starten“, forderte Hütter.

Der boomende Bundesliga-Club hat im Sommer die dreiteilige Qualifikationsmühle in Spielen gegen den FC Vaduz, Flora Tallinn und Racing Straßburg überstanden - jeweils vor ausverkauftem Haus. „Die Quali-Spiele waren hilfreich für uns, um Fahrt aufzunehmen. Das war ein Heißmacher. Das hat den Appetit vergrößert auf das, was kommt“, sagte Kapitän David Abraham.

Logisch, dass auch der Knüller gegen Vorjahresfinalist Arsenal in kürzester Zeit ausverkauft war. „Wir werden mit den Fans eine Wahnsinnsatmosphäre haben. Da werden wir wieder unsere Heimmacht präsentieren. Ich bin überzeugt, dass wir die ersten Punkte einfahren“, kündigte Dominik Kohr an.

Die Vorjahresroute, als sich die Eintracht national wie international große Sympathien erspielte und erkämpfte, führte über Lazio Rom, Inter Mailand und Benfica Lissabon bis in die Runde der letzten Vier. Gegen Chelsea war erst im Elfmeterschießen Schluss, sonst hätte es das Duell mit Arsenal schon im Mai in Baku gegeben - als Endspiel. „Die Strahlkraft von Eintracht Frankfurt hat sich verändert. Das ist toll und macht einen auch stolz“, sagte Sport-Vorstand Fredi Bobic im Sport1-Doppelpass. Das hat Auswirkungen: Immer höhere Umsätze und rasant wachsende Mitgliederzahlen dokumentieren den Fortschritt.

Durch die furiosen Auftritte nimmt der Favoritenschreck aus Hessen in dieser Europa-League-Spielzeit eine ganz andere Rolle ein. In der Vorrundengruppe F mit Arsenal, Standard Lüttich und Vitoria Guimaraes gilt die Hütter-Elf als klarer Favorit auf das Weiterkommen.

„Ein Unterschied ist, dass wir nicht mehr so krass der Underdog sind. Ich glaube, dass wir uns im letzten Jahr international schon ein gewisses Standing erarbeitet haben“, sagte Flügelflitzer Danny da Costa. Das sieht auch Hütter so. „Ich glaube schon, dass man uns anders wahrnimmt als vergangenes Jahr“, sagte der Coach. Auch die Erwartungshaltung sei „möglicherweise gestiegen“.

Gleich geblieben ist die Eintracht-Einstellung zum Europacup. Während andere Vereine klagen und jammern, lechzt das Frankfurter Umfeld nach den Highlight-Abenden im Flutlicht. Belohnung statt Belastung: Mit dieser Attitüde hatte die SGE schon in der Vorsaison viel erreicht.

Gelingen muss es ohne das herausragende Sturmtrio Sébastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic, das den Verein im Sommer kollektiv verlassen hat. Im Angriff wirbeln nun Riese Bas Dost sowie Portugals Hoffnungsträger André Silva. „Wir werden die Herausforderung annehmen und wollen auf jeden Fall die Gruppenphase überstehen“, betonte Bobic. „Sonst brauchen wir gar nicht anzutreten.“

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Eintracht Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - da Costa, Kohr, Sow, Kostic - Kamada - Silva, Paciencia

FC Arsenal: Leno - Maitland-Niles, Sokratis, David Luiz, Kolasinac - Torreira, Xhaka, Guendouzi - Özil, Aubameyang, Pepe

Schiedsrichter: Davide Massa (Italien)

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