Felix Loch verteidigt WM-Titel im Rodeln

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Deutsche Presse-Agentur

Ein Jahr nach seinem sensationellen WM-Sieg in Oberhof hat Youngster Felix Loch bei den Rodel-Weltmeisterschaften in den USA seinen Titel verteidigt.

Der 19 Jahre alte Berchtesgadener verwies auf der gefürchteten Eisrinne von Lake Placid in 1:44,336 Minuten den italienischen Ausnahmefahrer Armin Zöggeler (1:44,549) auf den zweiten Platz. Dahinter verpasste der Oberhofer Jan Eichhorn, der nach dem ersten Lauf noch aussichtsreich auf Rang drei gelegen hatte, als Fünfter in 1:45,226 Minuten knapp das angestrebte Edelmetall. Bronze holte der Österreicher Daniel Pfister.

In seinem fünften Rennen nach überstandenem doppelten Bänderriss in der Schulter legte Loch schon im ersten Lauf den Grundstein für seinen zweiten WM-Triumph. Nachdem der zweimalige Olympiasieger Zöggeler Bahnrekord vorgelegt hatte, konterte Loch und setzte sich mit einer eindrucksvollen Fahrt an die Spitze. „Das war ganz große Klasse“, freute sich Sportdirektor Thomas Schwab vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) über den Auftritt seines Schützlings.

Nichts mit der Medaillenvergabe zu tun hatte der zweimalige Weltmeister David Möller, der mit einem Kreuzbandriss im Knie an den Start gegangen war. „Ich habe mich nicht so richtig wohl auf dem Schlitten gefühlt“, sagte Möller, der am Ende den siebten Rang belegte. „Aber ich trage es mit Fassung.“

Bereits am ersten Tag der Titelkämpfe in Lake Placid hatten die deutschen Rodler zwei Medaillen geholt. Nur 77 Tage nach seiner Bandscheiben-Operation holte Doppelsitzer-Steuermann André Florschütz zusammen mit seinem Partner Torsten Wustlich Silber. Bei den Frauen fuhr Natalie Geisenberger auf den zweiten Platz, konnte aber den Sensationssieg von Lokalmatadorin Erin Hamlin.

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