FC Bayern: Mit den Aussortierten an die Spitze

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Torschütze James Rodriguez (l) jubelt mit Joshua Kimmich vom FC Bayern München über seinen Treffer zum 3:0. (Foto: dpa)

Ärger mit Bundestrainer Joachim Löw, das entscheidende Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Liverpool vor Augen und die Chance auf die Tabellenführung in der Bundesliga: Grund mit einer gehörigen Portion Mut und auch Wut in das Duell mit dem VfL Wolfsburg zu gehen, hatte der FC Bayern München genug. Und schon nach 39 Minuten sangen die Ultras „Deutscher Meister wird nur der FCB“. Zu diesem Zeitpunkt stand es schon 2:0 für die Münchener - bei Abpfiff sollte es gar 6:0 (2:0) heißen.

Deutscher Meister wird nur der FCB.

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Und wenn es so weiter läuft, dann ist dieses gesungene Szenario trotz eines mäßigen Saisonstarts durchaus realistisch. Dafür setzte Trainer Niko Kovac gegen die Niedersachsen direkt auf die Kraft der Aussortierten. Thomas Müller, Jerome Boateng, Mats Hummels, die von Joachim Löw in der Woche unfreiwillig aus dem DFB-Team verabschiedeten Kicker standen geschlossen in der Anfangsformation.

Und auch wenn die Gäste die Anfangsphase ausgeglichen gestalteten und zu Möglichkeiten kamen, wenn es darauf ankommt, machen die Bayern auch gegen einen Europa-League-Aspiranten ernst und erzielen binnen drei Minuten zwei Tore. Die 34. war in München angebrochen, da war es der gebürtige Bösinger Joshua Kimmich, der an zwei Wolfsburgern vorbei zog, Müller bedient, der in der Mitte Serge Gnabry findet, der aus zwei Metern versenkt. Und hatte Gnabry kaum sein Rührgerät nach dem 900. Tor in der Allianz Arena wieder eingepackt, bekam er den Ball im Strafraum bereits wieder, legt auf Robert Lewandowski .... Tor.

Torschütze Thomas Müller vom FC Bayern München (m.) jubelt zwischen Jerome Roussillon (l.) und John Anthony Brooks vom VfL Wolfsburg über seinen Treffer zum 4:0. (Foto: dpa)

Das Spiel von hieran entschieden und mehr ein Eingrooven für Liverpool. Hackenspielchen, Ballstafetten, bloß nicht verletzten. James Rodriguez durfte in der 52. Minute noch per Flachschuss aus etwa 20 Metern Entfernung netzen. Auch Müller durfte seine Horror-Woche noch durch ein Tor aufwerten. Aus der Distanz versenkt er in der 76. Minute.

Auch Kimmich staubt sechs Minuten später noch ab. Lewandowski erhöhte in der 85. Minute zum 6:0. VfL-Gegenwehr nicht vorhanden. Fazit: Deckel drauf, austrudeln, alle Konzentration auf Liverpool. Bereit scheinen die Bayern, der neue Tabellenführer der Bundesliga, jedenfalls zu sein.

Robert Lewandowski vom FC Bayern München jubelt über seinen Treffer zum 6:0. (Foto: dpa)
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