FC Augsburg will Turbulenzen hinter sich lassen

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Manuel Baum
Augsburgs Coach Manuel Baum hofft auf ruhigere Zeiten. (Foto: Tobias Hase / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Christian Kunz

Den endgültigen Platz von Jens Lehmann verriet Trainer Manuel Baum noch nicht.

„Wir haben noch nicht genau über die Aufteilung auf der Bank gesprochen. Ich habe meinen Trainern nur gesagt, ich sitze ja sowieso nicht, der Platz ist eh frei“, sagte der Chefcoach des FC Augsburg. Mit dem prominenten Neuzugang Lehmann als Co-Trainer und ohne die suspendierten Caiuby und Martin Hinteregger wollen die abstiegsbedrohten Schwaben am Sonntag (15.30 Uhr) einen Schritt aus der Krise machen.

Nach der vielleicht turbulentesten Woche seiner bald acht Jahre langen Bundesliga-Geschichte liegt der Fokus des Tabellen-15. wieder ganz auf dem Kerngeschäft. „Außergewöhnlich“ seien die vergangenen Tage gewesen, räumte Baum ein, aber man habe einen Haken dahinter gemacht. „Wir versuchen alles, dass wir am Sonntag wieder sportlich für Schlagzeilen sorgen“, sagte der 39 Jahre alte Augsburger Trainer. „Ich sehe uns - gerade auch in Heimspielen - in der Bringschuld.“

Der frühere Nationaltorwart Lehmann soll nach Plan von Baum „Siegermentalität“ und „Erfahrung“ einbringen. Der 49-Jährige selbst versprach seine Loyalität. „Ich sehe mich als Unterstützer des Trainerteams“, sagte Lehmann, der nach einer Pressekonferenz vom Dienstag keine Interviews mehr geben möchte.

An Baum selbst ging die aufreibende Woche nicht spurlos vorbei, auch wegen unschöner Handybotschaften oder Einträge in Sozialen Netzwerken. „Wenn man nicht gerade wohlwollende Nachrichten von Leuten bekommt, die man gar nicht kennt, dann ist es herausfordernd, damit umzugehen“, gestand Baum, dessen Position angesichts des Negativtrends angeschlagen ist. „Es ist nicht selbstverständlich, dass man nach zehn Spielen, die man nicht gewonnen hat, als Bundesligatrainer immer noch da ist.“

Allzu viele Niederlagen darf sich Baum, der seit 2016 im Amt ist und im Frühjahr 2017 vor dem Aus bei seiner ersten Profistation stand, aber wohl nicht mehr erlauben. Sein Chef aber ist vom gemeinsamen Augsburger Weg nach wie vor „total“ überzeugt. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir die Wende zum Guten kriegen“, sagte Geschäftsführer Stefan Reuter.

Den Anfang soll ein Heimsieg gegen Mainz machen, gegen das Baum den an Eintracht Frankfurt verliehenen Leistungsträger Hinteregger in der Defensive sportlich ersetzen muss. Da Jeffrey Gouweleeuw weiter angeschlagen fehlt, kommt Jan-Ingwer Callsen-Bracker möglicherweise zu seinem ersten Erstliga-Startelfeinsatz seit Dezember 2015. Der kurz vor Ende der Transferperiode ausgeliehene Verteidiger Reece Oxford (West Ham United) ist auch eine Alternative. Weiter vorne kann Baum auf die vom Asien-Cup zurückgekehrten Südkoreaner Ja-Cheol Koo und Dong-Won Ji zurückgreifen.

Doch wichtiger als das „Wer“ auf dem Platz ist für Baum das „Wie“. „Wir brauchen Leute, die den Verein leben, die wissen, worauf es ankommt und die auf dem Platz alles geben“, sagte der Coach. Wenn die Leute „mit dem Herz bei der Sache“ seien, werde man wieder in die Spur kommen.

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