Fürther Torfabrik peilt Zweitliga-Spitze an

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Deutsche Presse-Agentur

Spannende Verfolgerduelle in Aachen und Augsburg, Aufstiegs-Träume in der Fürther Torfabrik sowie ein brisantes Heimspiel für Chaos-Club 1860 München: Die 2. Fußball-Bundesliga hat am 20. Spieltag ein verheißungsvolles Programm zu bieten.

Nach den heftigen Turbulenzen um den geplatzten Investoren-Einstieg wollen die „Löwen“ ihre treuen Fans unbedingt mit einem sportlichen Erfolg gegen Aufsteiger Rot-Weiss Ahlen versöhnen. „Wir werden alles versuchen, dass die Leute, die leiden und leben mit dem Verein, zufrieden nach Hause gehen“, sagte Sportdirektor Miroslav Stevic.

Trotz des aktuellen Mittelmaßes mit Tabellenplatz elf und der angespannten Finanzlage träumen die 1860-Verantwortlichen auch nach den jüngsten Chaos-Tagen munter weiter. „Wir werden alles tun, dass wir 2010 den nächsten Schritt tun und aufsteigen“, sagte Präsident Rainer Beeck.

Das Aufstiegs-Rennen 2009 findet ohne die „Löwen“ statt - ein umfangreiches Kandidatenfeld gibt es dennoch. Spitzenreiter SC Freiburg (36 Punkte), der sich am Montagabend bei Hansa Rostock beweisen muss, und den Tabellenneunten FC St. Pauli (28) trennen gerade acht Punkte. „Ich genieße es erst, wenn wir am 34. Spieltag oben stehen sollten. Wichtig sind momentan nur die Punkte“, sagte SC-Mittelfeldspieler Julian Schuster vor dem Gang nach Rostock.

Freiburg ist mit zwei Siegen optimal aus der Winterpause gestartet, genauso wie der Tabellenzweite Greuther Fürth, der seit 2001 schon sechsmal Fünfter wurde und endlich den großen Wurf landen möchte. Die Franken stellen nicht nur mit 45 Treffern die mit Abstand beste Offensive der Liga, sondern Trainer Benno Möhlmann kann in dieser Spielzeit personell aus dem Vollen schöpfen. „Im Gegensatz zu früher haben wir im Kader 17 bis 18 Spieler, die ich bedenkenlos einsetzen kann.“ Im Heimspiel gegen den aufstrebenden Aufsteiger FSV Frankfurt will die Fürther Torfabrik am Freitagabend erneut Akkordarbeit leisten. Mit dem fünften Sieg in Serie können die Franken zumindest bis Montagabend an die Tabellenspitze stürmen.

Der Tabellendritte Mainz 05 (in Osnabrück) und der dahinter platzierte 1. FC Kaiserslautern wollen nicht weiter abrutschen. FCK-Torjäger Srdjan Lakic fordert nach der 0:3-Klatsche in Nürnberg gegen den FC Ingolstadt Wiedergutmachung in Form eines Heimsieges: „Jetzt muss jeder beweisen, dass er im Kopf stark und der Wille da ist.“

Zwei heiße Verfolgerduelle gibt es auch: Im Gastspiel beim punktgleichen Tabellennachbarn Alemannia Aachen (29 Zähler) möchte der 1. FC Nürnberg auf dem gefürchteten Tivoli seine Aufstiegs- Hoffnungen weiter schüren. „Wir sind hungrig auf die erste Liga. Träumen ist erlaubt!“, sagte Angreifer Christian Eigler. Auch in Augsburg dürfte es zwischen dem FCA und dem MSV Duisburg (beide 28 Punkte) hoch hergehen. Die Duisburger sind unter Trainer Peter Neururer, der Mitte November das Ruder an der Wedau übernahm, noch ungeschlagen: „Wir haben den Glauben an uns wieder gefunden“, sagte Neururer.

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