Ex-Hoffenheimer rettet dem VfB Stuttgart einen Punkt

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Für den VfB Stuttgart gab es wieder keinen Sieg.
Für den VfB Stuttgart gab es wieder keinen Sieg. (Foto: dpa)

Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Markus Weinzierl trotz Niederlage in Dortmund noch seine rot-weiße Glücktrainingsjacke getragen. Im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim sollte es dann ein dunkler Anzug samt weißer Turnschuhe für den VfB Stuttgart richten.

Doch stand nach 90 Minuten ein gerechtes 1:1 (0:1), dadurch gesaltet sich der Abstiegskampf weiterhin zäh und ein Vorankommen in der Tabelle ist - bei dem gleichzeitigen Sieg des FC Augsburg (nun Tabellen-14. und an Schalke vorbei gezogen) gegen Hannover - erst einmal aufgeschoben.

Dabei war das Spiel gegen den Europa-League Kandidaten aus Sinsheim wieder ein Beispiel, zu was die Mannschaft in der Lage ist. Mit einer leicht veränderten Starformation - Mario Gomez begann statt Nicolas Gonzales - stürmten die Bad Cannstatter direkt los und kamen zu guten Möglichkeiten. Hinten stand wie auch gegen Dortmund die Abwehr lange sicher.

In der 36. hätte dann beinahe ein Ex-Hoffenheimer seiner Kollegen einen rein gedonnert. Doch nicht Steven Zuber war es, der angekündigt hatte, bei einem Tor keine Rücksicht auf seinen Stammverein zu nehmen - sondern Andreas Beck, der den Ball an Oliver Baumann vorbei an den rechten Innenpfosten setzte. Doch hat der Tabellen-16. derzeit nicht nur kein Glück, sondern auch noch Pech. Und so sprang der Ball statt ins Tor wieder gen Fünfmeterlinie. Und während sich alle Akteure schon auf den Pausentee freuten, setzte die Kraichgauer Sturmreihe ihr Ausrufezeichen. Andrej Kramaric (42.) war es, der etwa sieben Meter vor dem Kasten vollkommen freistehend von Ishak Belfodil bedient wird und nur noch einschieben musste.

Und hätte man das Tor nicht gesehen, an der Reaktion der Zuschauer war der veränderte Spielstand nicht wahrzunehmen. Die mitgereisten TSG-Anhänger blieben recht stumm und die VfBler blieben ihrem Gemurmel oder - in der Cannstatter Kurve - ihren Gesängen treu. Trister Abstiegsalltag eben. Vereinzelte Pfiffe begleiteten die Teams dann in die Pause.

Zwei Minuten nach Wiederanpfiff war es diesmal Pavel Kaderabek, der einen Kopfball an den Außenpfosten setzte. Doch auch hier fand der Ball seinen Weg wieder Richtung Feld. Kurz darauf musste Gomez für Gonzales weichen. Doch war es nicht der Argentinier, sondern wieder ein Ex-Hoffenheimer, der für den Ausgleich sorgte. Steven Zuber machte seine Ankündigung wahr und vollstreckte nach Vorarbeit von Andreas Beck in der 67. Minute. Und plötzlich war auch das Stadion da.

Fortan war es ein munteres Hin und Her, mit größeren Spielanteilen auf Seiten der TSG. Doch blieb etwas Zählbares aus. Und so muss sich der VfB mit einer wieder einmal guten Leistung, jedoch nur mit einem Punkt begnügen. Zwar hat der Weinzierlsche Glückspullover weiterhin noch nicht ausgedient, für größere Schritte im Abstiegskampf reicht seine Hilfe jedoch noch nicht aus.

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