„Erstklassige“ Kandidaten für WM 2018 und 2022

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Deutsche Presse-Agentur

Eine Kandidaten-Elf mit 13 Ländern hat ihr Interesse an der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 und 2022 offiziell angemeldet. Pünktlich zum Ablauf der FIFA-Frist haben neun Einzel- und zwei Doppelbewerber die entsprechenden Erklärungen beim Weltverband abgegeben.

Neben dem Fußball-Mutterland England, das nach 1966 auf die zweite WM auf der Insel hofft, gehen die USA, Australien, Indonesien, Japan, Südkorea, Mexiko, Katar und Russland ins Rennen. Belgien und die Niederlande, zusammen bereits Ausrichter der EM 2000, sowie Europameister Spanien gemeinsam mit Portugal bilden die beiden Duos.

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zeigte sich erfreut. „Es ist bemerkenswert, dass sich so viele erstklassige Kandidaten für die Ausrichtung unseres wichtigsten Wettbewerbs interessieren“, sagte der Schweizer in einer Presseerklärung der FIFA. In Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise sei das Leben vieler Menschen noch prekärer geworden. „Der Fußball hat die einzigartige Kraft, die Menschen zu vereinen und ihnen Hoffnung, Lebensmut und Freude zu spenden“, meinte Blatter.

Den Mitgliedsverbänden, die ihr Interesse für die WM offiziell erklärt haben, wird am 16. Februar das Bewerbungsformular zugesandt. Im Dezember 2010 wird das FIFA-Exekutivkomitee um Franz Beckenbauer entscheiden, welcher der Bewerber den Zuschlag bekommt. Dabei werden erstmals zwei WM-Turniere zusammen vergeben. Neben dem Zeitfaktor - „Sieben Jahre sind das Minimum, das ein Land braucht, um seine Infrastruktur für eine WM anpassen zu können“ (Generalsekretär Jerome Valcke) - dürfte auch eine Rolle spielen, dass die Föderationen aus Nord- und Mittelamerika sowie Ozeanien darauf drängen, den nächsten Gastgeber stellen zu dürfen. Das Rennen ist offener denn je, nachdem die FIFA sich vom kontinentalen Rotationsprinzip verabschiedet hat.

Lediglich vom afrikanischen Kontinent - in Südafrika wird im kommenden Jahr die WM-Endrunde stattfinden, 2014 in Brasilien - erreichte die FIFA keine Interessenserklärung für die Titelkämpfe in neun und 13 Jahren. Die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 seien sehr begehrt, stellte Blatter fest. „Die FIFA setzt deshalb alles daran, ein faires Verfahren zu garantieren. Aus diesem Grund wird die FIFA-Ethikkommission am Verfahren beteiligt“, kündigte der Verbandschef weiter an. Die FIFA habe die Pflicht, „der Welt die Hand zu reichen und sie über den Hoffnungsträger Fußball zu berühren und zusammenzuführen“.

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