Elfmeterschießen nötig: SC Paderborn wackelt in Rödinghausen

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SV Rödinghausen - SC Paderborn 07
Paderborn feiert den Einzug in Runde zwei. (Foto: Friso Gentsch / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Sebastian Stiekel

Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn hat beim kleinen ostwestfälischen Nachbarn SV Rödinghausen nur mit viel Mühe eine Pokal-Blamage verhindert. Der Erstligist gewann beim Viertligisten erst mit 4:2 (3:3, 3:3, 2:0) im Elfmeterschießen.

Nach einem Freistoß von Uwe Hünemeier (29.), einem „Wembley-Tor“ von Christopher Antwi-Adjei (43.) und einem selbst per Hacke aufgelegten Treffer von Streli Mamba (73.) schien der Favorit den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals schon vorzeitig klargemacht zu haben. Doch der starke Regionalligist kam durch Simon Engelmann (53.) und zwei Tore des eingewechselten Lars Lokotsch (80./85.) immer wieder zurück. Beim Elfmeterschießen dann die nächste Wende: Der zuvor so unsichere Paderborner Torwart Jannik Huth parierte zweimal - darunter auch den Versuch des zweifachen Torschützen Lokotsch.

Der Bundesligist hatte vor 2236 Zuschauern schon in der ersten Halbzeit große Probleme. Denn bevor der Bundesligist nach einer halben Stunde in Führung ging, hätte er in diesem Spiel schon mit 0:3 zurückliegen können. Christian Derflinger traf für Rödinghausen nur den Pfosten (18.), Engelmann scheiterte freistehend an Torwart Huth (22.) und vergab danach noch zwei weitere gute Chancen (24./34.).

Paderborn war auf diese schwierige Aufgabe allerdings eingestellt. Rödinghausen hat zwar nur rund 10.000 Einwohner. Ein örtlicher Küchenhersteller hat dem Verein jedoch ein modernes Stadion und das nach zwei Spieltagen beste Team der Regionalliga West finanziert. In der vergangenen Saison warfen die Ostwestfalen Dynamo Dresden aus dem Wettbewerb und scheiterten danach nur mit 1:2 an Bayern München. Dass der SVR in diesem Jahr bereits im Wettkampfmodus ist und Paderborn erst in einer Woche in Leverkusen in die neue Bundesliga-Saison startet, kam für den Favoriten noch erschwerend hinzu.

Eigentlich schien die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart in der zweiten Halbzeit alles unter Kontrolle zu haben. Erst in der Schlussphase kippte das Spiel noch einmal.

Auch in die Verlängerung ging Paderborn danach nicht verunsichert, sondern mit Wut im Bauch. Klaus Gjasula (92.) und Sven Michel (94.) hatten frühzeitig das 4:3 auf dem Fuß. Doch Rödinghausen hörte einfach nicht auf, sich zu wehren.

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