Eiskunstlauf-Paar Savchenko/Massot muss kämpfen

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Aljona Savchenko und Bruno Massot.
Aljona Savchenko und Bruno Massot. (Foto: Peter Kneffel)

Aljona Savchenko und Bruno Massot müssen um eine Medaille im Paarlauf-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen richtig kämpfen. Die WM-Zweiten aus Oberstdorf liegen nach einem nicht ganz fehlerfreien Kurzprogramm am Mittwoch in Pyeongchang mit 76,59 Punkten auf dem vierten Platz. Die Weltmeister Sui Wenjing/Han Cong aus China (82,39) führen vor der Kür am Donnerstag (10.30 Uhr Ortszeit/2.30 Uhr MEZ) in der Gangneung Eisarena vor den russischen Europameistern Jewgenija Tarassowa/Wladimir Morosow (81,68) und Meagan Duhamel/Eric Radford (Kanada/76,82). An den Rekord von 84,17 Punkten der russischen Olympiasieger Tatjana Wolossoschar/Maxim Trankow in Sotschi 2014 kam kein Paar heran.

Eine Umdrehung fehlte

In der schmissigen Kurzkür zum Lindy Hop „That Man“ fehlte Massot beim dreifachen Salchow eine Umdrehung. „Es war ein Fehler, da kann man nix machen“, sagte die 34-jährige Savchenko. „Klar ist die Enttäuschung da. Aber wir versuchen in der Kür das Beste, vielleicht schreiben wir Geschichte.“ Ihr fünf Jahre jüngerer Partner war untröstlich: „Ich weiß nicht, wie das passieren konnte, physisch habe ich mich gut gefühlt und mein Rücken war auch okay.“

„Morgen heißt das Stichwort Attacke, was willst du noch rumlabern?“, meinte Coach Alexander König. „Wenn ich mir die Serie von Bruno angucke, steht es glaube ich 50:1 für einen gelungenen Salchow. Aus einem dreifachen den zweifachen zu machen, ist die Höchststrafe“.

Nordkoreaner nach Kurzporogramm auf Platz 11

Die EM-Achten Annika Hocke/Ruben Blommaert aus Berlin erreichten auf Rang 16 das Finale der besten 16. Zum Song „Big Spender“ erlaubten sich die Debütanten in ihrem ansehnlichen Vortrag nur einen Wackler, als der gebürtige Belgier beim Auslauf nach dem dreifachen Toeloop die von den Shorttrack-Wettbewerben ungewohnt hohe Bande berührte.

„Ich brauche mehr Anlauf als Annika, da wurde es ein bisschen eng. Schön zu wissen, dass die Bande weich ist“, sagte der 25-Jährige schmunzelnd. Und sogar Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union, freute sich über den Finaleinzug: „Das ist ein schönes Ergebnis, sie haben das gezeigt, was sie können.“ Die Note von 63,04 war Saisonbestleistung.

Ryom Tae Ok/Kim Ju Sik (69,40), die sich als einzige Nordkoreaner sportlich für die Spiele qualifiziert hatten, sind vorerst Elfte.

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